Postkasten

Rund 100 Postämter hat die Post in Tirol schon dicht gemacht. Jetzt stehen neuerlich 26 Postämter auf der Abschussliste:

  • RE: Elbigenalp
  • IM: Mieming, Silz, Wenns, See
  • I+ IL: O-Dorf & Stainerstraße Innsbruck, Igls, Inzing
  • SZ: Schlitters
  • KU: Söll, Ellmau
  • KB: Kirchberg, Erpfendorf, Kössen, Going, Brixen i. Thale, Waidring, Fieberbrunn
  • LZ: Sillian, Innervillgraten, Kartitsch, Thal-Assling, Nußdorf, Ainet, Kals

Genug ist genug! So verlieren Bürger letztes Vertrauen in die Politik!

„Es reicht! Auf Initiative der Liste Fritz – Bürgerforum Tirol haben wir im Landtag einstimmig einen Antrag gegen den weiteren Kahlschlag bei den Postämtern beschlossen. Ein einstimmiger Beschluss der Volksvertreter hat zu gelten, anderenfalls kann man den Landtag vergessen. Auch LH Platter hat erklärt, dass er dem Kahlschlag bei den Postämtern nicht mehr zustimmen wird. Platter war fuchsteufelswild, nur genützt hat es gar nichts, wenn die Postmanager jetzt wieder 26 Postämter radikal zusperren. Nachweislich auch solche, die sehr wohl wirtschaftlich arbeiten“, ist LA Fritz Dinkhauser verärgert.

Postmanager bekommen Prämien fürs zusperren!

Für die Liste Fritz – Bürgerforum Tirol geht es Post und Politik nur mehr um Gewinnmaximierung auf Kosten der Menschen. Die Menschen müssen sich wehren und für ihre Rechte kämpfen.

„Es ist ungeheuerlich, dass Postmanager ständig Liquidierungs-Prämien bekommen, also Geld fürs Kaputtmachen der Strukturen. Die politische Verantwortung dafür liegt bei ÖVP und SPÖ. Sie machen im Land betroffene Miene zum bösen Spiel während ihre Parteifreunde im Bund keinen Finger für die Postämter als Einrichtungen der Bürger rühren. ÖVP und SPÖ stehen nur mehr auf der Seite ihrer Aktionärs-Lobbys. Wo bleibt das Wort des Landeshauptmannes, wo bleibt die Kraft der Landesregierung und des Landtages? Das sind keine Volksvertreter, sondern Volksverräter! Wie beim Anschlag auf die Freiwilligen der Rettung, geht es ÖVP und SPÖ nur mehr um Profit für Private um Aktionärsbefriedigung“, ist LA Dinkhauser erzürnt.


Post ist Platzhirsch – Zusperrwelle unnotwendig!

Dabei schreibt die Post als Platzhirsch gute Zahlen. Trotz Liberalisierung ab 2011 drängen keine Konkurrenten auf den Markt, Kunden sind nach wie vor auf den Monopolbetrieb angewiesen, beispielsweise bei Massensendungen der infopost, wo ab 1. Juli die Preise mir nichts dir nichts um 4% angehoben werden.

„Postämter sind ein wichtiger Wirtschaftszweig in der Gemeinde. Es geht nicht nur um Briefe und Pakete, sondern um amtliche Mitteilungen und Zahlungsverkehr. Dazu hat ein Postamt einen gesellschaftlichen Wert, wie der Kirchturm im Dorf. Statt zusperren, könnten wir die Postämter zu Serviceeinrichtung für die Bürger ausbauen, mit Landes- oder Bundesaufgaben“, erklärt LA Dinkhauser.