Milchkannen

„Der Ausverkauf der Tirol Milch ist unverzüglich zu stoppen. Das Chaos bei der Tirol Milch wird täglich größer und die Kosten steigen, denn die Beurlaubung des Kurzzeit-Geschäftsführers wird tausende Euro kosten. Es ist absolut unverständlich, wie Management und Agrarpolitik eine so exzellente Marke leichtfertig aufs Spiel setzen können”, erneuert LA Fritz Dinkhauser seine Kritik am geplanten Ausverkauf der Tiroler Milch.

Kurzfristige Versprechen statt langfristiger Garantien!

“Die den 4.000 Bauern und 300 Mitarbeitern gegebenen Zusagen sind kurzfristige Versprechen ohne jede langfristige Garantie! Wer garantiert den 4.000 Bauern, dass der Milchpreis langfristig bei 36 Cent bleibt? Wer garantiert den 300 Mitarbeitern, dass ihr Arbeitsplatz langfristig gesichert ist? Das ist eine unverantwortliche Politik auf Kosten der Bauern und Bürger, die Hof und Haus verlieren“, erklärt LA Fritz Dinkhauser.

Liste FRITZ verlangt im Landtag Aufklärung zu Steuermillionen!

Die Liste Fritz – Bürgerforum Tirol bringt den Ausverkauf der Tirol Milch kommende Woche in den Landtag und verlangt Aufklärung, wie viel öffentliche Gelder in den letzten Jahren an das Unternehmen Tirol Milch geflossen sind. Aus Bauernkreisen heißt es, dass mehrere Millionen Euro Steuergelder in den letzten Jahren geflossen seien, es bei der Übersiedlung von Innsbruck nach Wörgl nicht um 45 Millionen Euro, sondern um 65 Millionen Euro gehe.

„Die Bürger können nicht Millionen an öffentlichen Geldern in ein Unternehmen pulvern, das dann nach Oberösterreich verscherbelt wird. Es geht nicht um Standespolitik, es geht um Standortpolitik, um die Marke Tirol und um Tiroler Steuergelder”, stellt LA Dinkhauser klar.

Bauernsterben trotz Millionen für Agrarfunktioäre!

“Das ist eine völlig verfehlte Wirtschaftspolitik, die wir nicht länger dulden. Rund 50% der Wirtschaftsförderung geht an die Landwirtschaft, trotzdem haben allein in den letzten 15 Jahren rund 16.000 Tiroler Bauern aufgegeben. Diese Art der Förderungen ist zu überdenken, weil sie ganz offensichtlich ihr Ziel, den Bauernstand abzusichern und zu erhalten, verfehlt”, meint LA Dinkhauser.

Tiroler Steuerzahler erhalten Landwirtschaftskammer!

“Was bringen die Millionen Euro Steuergelder der Tiroler, die an die Landwirtschaftskammer gehen? Warum sollen die Bürger weiterhin bereit sein, mit ihrem Steuergeld die Pensionen ehemaliger Landwirtschaftskammer-Funktionäre zu übernehmen? Wenn der Ausverkauf des Bauernstandes von den Bauern selbst getragen wird, dann sind die Bürger nicht länger bereit, auf Kosten der Bildung die Bauernfunktionäre zu finanzieren“, so LA Dinkhauser.

Appell an die Bauern: Steht auf und wehrt euch!

„Die Bauern müssen selber überdenken, was sie zulassen und wann sie aufstehen und sich wehren. Wenn sie sich ihr Eigentum zum Preis von ein paar kurzfristigen Versprechungen ohne langfristige Garantien ausverkaufen lassen, ist ihnen beim besten Willen nicht mehr zu helfen. Dann sind auch Initiativen für mehr heimische Lebensmittel, wie wir sie im Landtag durchgesetzt haben, umsonst“, meint LA Dinkhauser.