Die Produktion von Zahnersatz

Tirol fällt in EU-Rangliste zurück!

In der von der EU erstellten Rangliste zu den wettbewerbsfähigsten 273 Regionen Europas ist Tirol von Rang 86 im Jahr 2010 auf Rang 122 im Jahr 2013 zurückgefallen. Im Vergleich mit den übrigen österreichischen Bundesländern belegt Tirol damit vor Kärnten (135. Platz) den vorletzten Rang. Während Tirol bei Arbeitsmarkt (10.) und Gesundheit (92.) gut bzw. relativ gut liegt, offenbaren sich bei der Bildung (166.) eklatante Defizite.

Weit abgeschlagen bei Bildung!

“Mit Rang 166 im Bereich der höheren Bildung und des lebenslangen Lernens ist Tirol um 40 Plätze abgestürzt und schneidet ausgerechnet in einem Schlüsselbereich besonders schlecht ab. Jeder Tiroler verdient es, einen bestmöglichen Bildungsabschluss erreichen zu können, egal ob die Eltern viel oder weniger Geld haben. Das Einkommen der Eltern und die soziale Herkunft dürfen keine Rolle spielen. Wo es ums Geld geht, muss das Land Tirol die letzten Reserven mobilisieren, um den jungen Menschen die beste Bildung zu ermöglichen. Da geht es um Sozial- und Wirtschaftspolitik”, ist Klubobfrau Andrea Haselwanter-Schneider überzeugt.

Standort Tirol braucht beste Bildung und Ausbildung!

“Die qualifizierten Leute sind entscheidend für den Standort Tirol, wo die bestqualifizierten Leute sind, sind die besten Betriebe. Der Tourismus ist in Ordnung, aber mit Kellnern und Köchen allein wird Tirol in den europaweiten Ranglisten nicht nach oben kommen, Naturwissenschaften, Technik, Innovation und Bildung stärken die Regionen in der Zukunft”, stellt Andrea Haselwanter-Schneider klar.

Die österreichischen Bundesländer in der EU-Rangliste:

  • 83. Wien/Niederösterreich (2010 noch getrennt; Wien 22., NÖ 122.)
  • 115. Oberösterreich (2010: 69.)
  • 117. Vorarlberg (2010: 126.)
  • 119. Steiermark (2010: 90.)
  • 120. Salzburg (2010: 87.)
  • 121. Burgenland (2010: 133.)
  • 122. Tirol (2010: 86.)
  • 135. Kärnten (2010: 120.)

ÖVP-Wirtschaftspolitik will Ergebnis wegleugnen!

“Ungeheuerlich und typisch ist schließlich der Umgang mit der vorliegenden EU-Studie durch die ÖVP-Wirtschaftsvertreter. Anstatt sich den Problemen zu stellen und die aufgezeigten Schwächen gemeinsam anzugehen, verleugnet der ÖVP-Wirtschaftskammer Präsident die schwachen Ergebnisse und hat noch die Frechheit zu intervenieren, um die Veröffentlichung der Studienergebnisse zu verhindern”, hält Klubobfrau Andrea Haselwanter-Schneider fest.

Liste Fritz Klubobfrau Andrea Haselwanter-SchneiderTirol fehlt nachhaltige Bildungsstrategie für Hauptschüler, Facharbeiter, Studenten!

Die Liste Fritz – Bürgerforum Tirol hat in den vergangenen fünf Jahren zig Anträge im Landtag zur Verbesserung der Bildung eingebracht, von den Hauptschul-Abgängern über die Facharbeiter bis zu den Universitäten und der Landesuniversität UMIT. Nach wie vor fehlt aber eine nachhaltige Bildungsstrategie in Tirol.

Zwei Tiroler Beispiele zur verfehlten Bildungspolitik im Land:

Beispiel 1:

  • Die Landesregierung lässt zu, dass jährlich 350 Hauptschüler in Tirol keinen wohnortnahen Platz in einer weiterführenden Schule bekommen, sodass etwa für ein Mädchen aus Patsch nur ein Platz in Wörgl frei ist. Für ein 14-jähriges Mädchen heißt das, entweder stundenlanges, tagtägliches Pendeln oder keine Chance eine höhere Schule zu besuchen.

Beispiel 2:

  • Trotz Ärztemangels kann die Med-Uni Innsbruck nur etwa jedem Fünftem einen Platz anbieten. Von 2.113 Interessierten ergattern nur 400 einen Medizin-Studienplatz, davon rund 300 Österreicher. Die Tiroler Steuerzahler bauen, erhalten und finanzieren Bildungseinrichtungen, aber sie kommen nur wenigen unserer jungen Menschen zu Gute.

Tiroler bezahlen zwar, aber profitieren kaum!

“ÖVP-Bildungslandesrätin Palfrader, ÖVP Landeshauptmann Platter und ÖVP-Wissenschaftsminister Töchterle kennen diese beide aufgeziegten Probleme. Sie sind direkt verantwortlich dafür, aber sie beheben bzw. ändern sie nicht. Das ist die verfehlte und versäumte Bildungspolitik, die Tirol in solchen Ranglisten weit nach hinten wirft. Was noch viel schlimmer ist, diese verfehlte Bildungspolitik schadet den jungen Menschen, darunter leiden die Tiroler Familien und der Standort Tirol”, ärgert sich Landtagsabgeordnete Andrea Haselwanter-Schneider.