Kindergarten

Unsere Forderung nach mehr Sprachförderung bei Kindern wurde nach drei Jahren umgesetzt!

„Politik gleicht bekanntlich dem Bohren harter Bretter. Laut der zuständigen Landesrätin baut Tirol die mobile Sprachförderung für Kinder im Kindergarten ab dem Schuljahr 2012/2013 endlich aus. Das ist notwendig und erfreulich, zumal die ÖVP-SPÖ Landesregierung damit auch unseren Landtags-Antrag vom 19. November 2009 annimmt, den sie damals noch abgelehnt, jetzt – spät, aber doch – umsetzt. Ich habe schon damals gefordert, die mobile Sprachförderung auf alle drei Kindergartenjahre auszuweiten und die Unterrichtseinheiten von einer auf zwei Stunden wöchentlich zu erhöhen“, erklärt LA Gottfried Kapferer, der selbst als Hauptschullehrer in Fulpmes tätig ist.

Zum Nachlesen:  Antrag zur Ausweitung der mobilen Sprachförderung, 2009

Sprache als Schlüssel zur Integration – Integration beginnt im Kindergarten

„Bis heute schaut die gängige Praxis so aus: Mobile Sprachpädagoginnen lassen im letzten Kindergartenjahr einmal wöchentlich einer Kindergartengruppe von 5 bis 6 Kindern eine Unterrichtseinheit in deutscher Sprache zukommen. Es ist klar, dass das schlichtweg zu wenig ist. Die deutsche Sprache zu verstehen und sie sprechen zu können, ist der Schlüssel zur Integration. Wenn wir Integration ernst nehmen, dann müssen wir gerade Migrantenkinder schon ab dem ersten Kindergartenjahr und nicht erst im letzten Kindergartenjahr fördern“, stellt LA Kapferer klar.

Frühe Sprachförderung baut Barrieren ab!

Der Ausbau der mobilen Sprachförderung ist auch dringend notwendig, da der Anteil an Kindern mit nichtdeutscher Muttersprache an einigen Volksschulen in Tirol hoch ist, wie aus einer Anfragebeantwortung der zuständigen ÖVP Landesrätin Palfrader an LA Gottfried Kapferer von Ende Dezember 2011 hervorgeht.

Hintergrund:

„Im laufenden Schuljahr gibt es sieben Volksschulen in Tirol, wo mehr als die Hälfte der Kinder deutsch nicht als ihre Muttersprache haben. In weiteren 25 Volksschulen liegt der Anteil von Kindern mit nichtdeutscher Muttersprache zwischen 30 und 50%. Das heißt nicht mehr und nicht weniger, als dass wir über die mobile Sprachförderung schon im Kindergarten viel dazu beitragen können, dass die Kinder dann in der Volksschule dem Unterricht ohne Probleme folgen können. Das muss das gemeinsame Ziel der Lehrerinnen und Lehrer sowie der Politik im Interesse der Kinder und Familien sein“, ist LA Gottfried Kapferer überzeugt.

Hintergrund & Wissen: Anfragebeantwortung LR Palfrader an LA Kapferer: Mobile Sprachförderung 2011/2012