Leere Geldtasche

„Wir haben im letzten Landtag vorausschauend beantragt, einen aktuellen Bericht zur Armutssituation zu erstellen, um genaue Fakten zu erheben und anschließend den Menschen punktgenau und zielsicher zu helfen. Den Antrag haben ÖVP und SPÖ kaltschnäuzig abgelehnt. Eigene Initiativen setzen sie aber nicht, ganz im Gegenteil: Armutsstudien werden im Landhaus monatelang gesucht, Schatten-Sozialgipfel angekündigt und abgesagt. ÖVP und SPÖ agieren hilflos und konzeptlos. Und der Gipfel, beim Sozialbudget wird gemogelt, das gesamte Sozialbudget für das Jahr 2010 um 5 Millionen Euro gekürzt!“, zeigt LA Fritz Dinkhauser auf.

Im Wortlaut:

Für die Liste Fritz – Bürgerforum Tirol lassen einige ausgewählte Fakten alle Alarmglocken schrillen:

  • Tirol hat die zweit niedrigsten Einkommen, Vorarlberg die zweit höchsten!
  • Familieneinkommen in Tirol liegen 3.000 € unter Österreich- Durchschnitt, Alleinerzieher-Einkommen liegen 6.000 € unter Österreich-Durchschnitt
  • Arbeit schützt immer weniger vor Armut: In Tirol gibt es 30.000 working poor! Es gibt immer mehr prekäre Arbeitsverhältnisse und kein Auskommen mit dem Einkommen!
  • Nur rund 50% der Tiroler sind ganzjährig Vollzeit beschäftigt! Das hat gewaltige Auswirkungen auf Einkommen und Pension!
  • Tirol hat die höchsten Kosten fürs Leben und Wohnen in ganz Österreich!
  • Die Tiroler verschulden sich fürs Wohnen durchschnittlich mit 116.000 €, der Bundesschnitt liegt bei 77.500 €. Das sind 40.000 € weniger!
  • Über 20.000 Pensionisten in Tirol sind armutsgefährdet. Mindestpension (= Ausgleichzulage) 730€, ASVG Pension in Tirol durchschnittlich 940 €!
  • Tirol hat mit 21.300 am 3. meisten Ausgleichszulagen-Empfänger!
  • 10.200 Tiroler sind auf Grundsicherung bzw. Sozialhilfe angewiesen!
  • 12.400 Tiroler haben 2008 Heizkostenzuschuss von 200 € gebraucht!
  • 20.000 Kinder in Tirol sind armutsgefährdet!

Soziale Bankrotterklärung der ÖVP-SPÖ Landesregierung!

„Während die Armut zunimmt und die Sozialmärkte tausende Kunden haben, vergnügen sich Landeshauptmann Platter und sein roter Stellvertreter Gschwentner samt Entourage in Vancouver auf Kosten der Tiroler Steuerzahler. Diesen Herren ist jedes soziale Gespür abhanden gekommen. Dafür machen sie einen Wirtschaftsgipfel mit Champagner in Kitzbühel, Ergebnis Null. Eine soziale Bankrotterklärung sondergleichen!“, erklärt LA Dinkhauser.

Sparen bei den Ärmsten. Trauerspiel um bedarfsorientierte Mindestsicherung!

„Die Realpolitik zeigen Platter, Gschwentner und Reheis bei der bedarfsorientierten Mindestsicherung. Dort sparen sie bei den Ärmsten. Statt wie ursprünglich vereinbart 733 Euro 14 mal im Jahr auszuzahlen, sind die Vertreter der Tiroler ÖVP und SPÖ umgefallen und speisen die Menschen, denen es wirklich nicht gut geht, mit 12 Monatsraten ab. Dabei hätten sie die Chance diese unsoziale Politik zu verhindern, denn ohne Zustimmung der Tiroler Landesregierung wird es diese bedarfsorientierte Mindestsicherung nicht geben. Auch unseren diesbezüglichen Antrag, wenigstens 900 Euro 14 Mal auszuzahlen, haben ÖVP und SPÖ abgelehnt“, so LA Dinkhauser.

Im Wortlaut: Antrag: 900 € statt 733 €!
Armut bekämpfen – Mindestsicherung anheben (anklicken & lesen)