Geldhaus

Der zuständige Landesrat Gschwentner hat heute Änderungen bei den Wohnbauförderungsrichtlinien vorgestellt. 

Entscheidender Schritt für leistbares Wohnen fehlt!

„Für den jährlich für das Land Tirol entstehenden Mehraufwand von 18,5 Millionen Euro kommt für die Tiroler unterm Strich leider wenig heraus. Ganz sicher aber nicht leistbares Wohnen in Tirol, wie wir es für die Bürger erreichen wollen. Anzuerkennen ist die Verbesserung bei der Wohnbeihilfe und die Senkung beim Baurechtszins von 4 auf 3%. Leider keinen entscheidenden Schritt für die Bürger setzt Gschwentner, was die Konditionen für die Wohnbauförderdarlehen anbelangt. Die Zinsen bleiben hoch, die Abfederung bei den Zinssprüngen wird lediglich durch die Verlängerung des Rückzahlungszeitraumes um bis zu 3 Jahre erreicht. Die Bürger sparen sich kaum etwas, ein großer Wurf schaut anders aus!“, stellt LA Fritz Dinkhauser klar.

Die Fakten:

Die Liste Fritz – Bürgerforum Tirol hält Gschwentners heutigen Aussagen folgende Fakten entgegen:

  • Für all jene Tiroler, die ein Darlehen seit 1.10.1996 haben, gibt es keine Erleichterung
  • Die Darlehen von 91-96 machen nur einen kleinen Teil der Darlehensnehmer aus
  • Trotz Abfederung der Zinssprünge bleibt die Gesamtsumme für das zurückzuzahlende Wohnbauförderungsdarlehen (91-96) in etwa gleich – kaum Ersparnis für Bürger
  • Die Laufzeitverlängerung heißt für die Bürger länger zurückzahlen, bei den Darlehen von 91-93 um 2 ¾ Jahre, bei den Darlehen von 93-96 sogar um 3 ¼ Jahre
  • Die geänderten Zinssätze bleiben hoch: Bei den 91-96er Darlehen kassiert das Land ab dem 26. Jahr stolze 3,5% Zinsen (Zinsen + Tilgung betragen 8%)
  • Die verschärften Vorgaben bei Energie- und Umweltmaßnahmen und gleichzeitig weniger Förderung (Punktesystem), etwa für Gemeinnützige Bauträger, werden die Baukosten verteuern. Teurere Baukosten werden die Mieter tragen müssen.

Alten- und Pflegeheime werden teurer!

„Unerwähnt lässt Gschwentner die neuen Förderungen für Alten- und Pflegeheime, wohl aus gutem Grund. Denn in diesem Bereich wird es für die Erhalter, etwa die Tiroler Gemeinden, nach dem 8. Jahr – solange gilt der neue erhöhte Annuitätenzuschuss – teurer. Genauso unerwähnt lässt Gschwentner den erhöhten Förderrahmen für Kunst am Bau, von 44.000 Euro auf 60.000 Euro angehoben. Auch das wird die Baukosten erhöhen und damit auch die Mieter treffen“, erklärt LA Fritz Dinkhauser.