Vertreter der Tiroler Opposition bei einer Pressekonferenz

Osttirol darf kein Bezirk 2. Klasse werden!

TOP. Die Tiroler Opposition hat mit den Stimmen der Liste Fritz – Bürgerforum Tirol, der SPÖ, des Klub Vorwärts und der FPÖ einen Sonderlandtag zum Erhalt des Direktzuges zwischen Lienz und Innsbruck durchgesetzt. Es ist dies der erste Sonderlandtag in der neuen Legislaturperiode.

“Der Direktzug zwischen Lienz und Innsbruck bzw. Innsbruck und Lienz ist nicht verhandelbar, er ist eine wichtige Verkehrsverbindung, eine wichtige Infrastrukturmaßnahme und eine Nabelschnur für Osttirol. Die schwarz-grüne Landesregierung darf diesen Direktzug nicht streichen! Daher ist unser gemeinsames Ziel für den Sonderlandtag, den Direktzug für die Osttiroler ohne Wenn und Aber zu erhalten!”, erklären Klubobfrau LA Andrea Haselwanter-Schneider und Osttirol-Bezirkssprecher Markus Sint.

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Steixner hat Aus für Direktzug eingeleitet

“Der ehemalige ÖVP-Verkehrslandesrat Anton Steixner hat das Aus für den Direktzug ohne Regierungsbeschluss, nur mit seiner Unterschrift am 15. Mai dieses Jahres eingeleitet. Also zwei Wochen nach der Landtagswahl und eine Woche bevor er sein Amt abgeben musste. Ein Affront gegenüber allen Osttirolern! Wenn aber diese eine Unterschrift des ÖVP-Verkehrslandesrates Steixner für das geplante Aus gereicht hätte, dann muss auch die eine Unterschrift der amtierenden, grünen Verkehrslandesrätin Felipe für den Erhalt des Direktzuges genügen”, erwartet sich Andrea Haselwanter-Schneiderein Bekenntnis der Grünen zum Direktzug und zu Osttirol.

Thema des Sonderlandtages:

Andrea Haselwanter-Schneider und Markus Sint von der Liste FritzÖVP-Landeshauptmann Günther Platter steht besonders in der Pflicht!

“Es war Steixner von der ÖVP, der den Osttirolern diese Watschn ausgeteilt hat, es liegt jetzt an ÖVP-Landeshauptmann Platter diese Fehlentscheidung wieder gut zu machen. Platter hat der Landeshauptmann aller Tiroler zu sein und nicht den ganzen Bezirk Lienz verkehrspolitisch links liegen zu lassen”, verlangen Haselwanter-Schneider und Sint.

ÖVP und Grüne sind am Zug!

“Die schwarz-grüne Landesregierung hat es selbst in der Hand, den Direktzug zu erhalten und zu verbessern. Sie bekommt von der Opposition mit dem Sonderlandtag jetzt sogar 100-prozentige Unterstützung für den Erhalt des Direktzuges. Halten Platter, Felipe und Co. aber der geplanten Streichung des Direktzuges fest, dann wissen alle Osttiroler und viele Nordtiroler, die den Zug ja auch benützen, was sie von dieser Landesregierung unter Platter zu halten haben”, stellt Klubobfrau Andrea Haselwanter-Schneider klar.

Direktzug: Es kann nicht ums Geld gehen!

“Der Direktzug ist finanzierbar und bis 2019 auch bezahlt, die von der Landesregierung geplante Alternative mit Ersatzbussen und Südtiroler FLIRT-Zügen samt Umsteigen in Franzensfeste wird für die Tiroler Steuerzahler wohl kaum billiger. Allein der Busersatz wird 1,2 Millionen Euro pro Jahr kosten und Südtirol wird dafür nichts mitzahlen, weil der Bus in Südtirol auch nicht halten wird. Hinzu kommen noch die Kosten für die Südtiroler FLIRT-Züge, die von Franzensfeste bis Lienz fahren sollen. Und hinzu kommt die Abgeltung für die heimischen Bahnkunden, die in Franzensfeste auf den viel teureren Eurocity-Zug (Franzensfeste-Innsbruck kostet 16 Euro) umsteigen müssen”, rechnen Andrea Haselwanter-Schneider und Bezirkssprecher Markus Sint vor.

Landesregierung muss mit Land Südtirol neu verhandeln!

“Die Tiroler Landesregierung ist gefordert, einen höheren Beitrag vom Land Südtirol für den Direktzug herauszuverhandeln. Denn derzeit bezahlt Südtirol für den Direktzug, der 1,4 Millionen Euro pro Jahr wert ist, gerade einmal 168.000 Euro und nimmt dafür noch 200.000 Euro an Ticketgeldern ein! Mit dem Direktzug fahren viele Südtiroler, er hält 12 Mal in Südtirol, der Ersatzbus dagegen wird in Südtirol nie halten. Der Direktzug ohne Umsteigen ist die beste Nahverkehrsverbindung zwischen Lienz und Innsbruck!”, sind Haselwanter-Schneider und Sint überzeugt.

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