Der Seveso-Betrieb Donauchemie in Landeck

Haus oder Grundstück jetzt in roter Zone!

Das “Seveso III-Anpassungsgesetz”, das ÖVP und Grünen im November-Landtag gegen die Stimmen von Liste Fritz und SPÖ durchgewunken haben, hat enorme Auswirkungen auf die Anwohner. Wer im Gefährdungsbereich eines solchen Seveso-Betriebes lebt, ist über die Tiroler bauordnung jetzt stark betroffen.

Seveso-Betriebe: Betroffene Anwohner müssen Kosten tragen!

“Die Landesregierung setzt Gefahren, die von Betrieben ausgehen, Naturgefahren gleich. Wer in einem Seveso-Gefährdungsbereich wohnt hat Folgen wie in einer Roten Zone zu tragen. Problematisch ist, dass die schwarz-grüne Landesregierung die Kosten einer Gefährdung nicht den Betrieben, die die Gefährdung verursachen, sondern den betroffenen Anwohnern auflastet”, bringt FRITZ-Landtagsabgeordneter Andreas Brugger den problematischen Sachverhalt auf den Punkt.

Sicherheitsauflagen steigen, Wert des Hauses oder Grundstückes sinkt

“Anwohner, die ihr Haus ordnungsgemäß bewilligt bekommen haben, können jetzt Auflagen vorgeschrieben bekommen, die sie auf eigene Kosten umsetzen müssen. Im Extremfall geht das so weit, dass sie ausziehen müssen. Sicher wird der Verkehrswert eines Hauses und eines Grundstückes, das im Seveso-Gefährdungsgebiet liegt, rapide sinken. Es ist absurd und ungerecht, dass gefährliche Betriebe nichts tun müssen, betroffene Anwohner aber die Folgekosten schultern sollen!”, stellt Landtagsabgeordneter Andreas Brugger fest.

Zum Nachlesen – so berichten die Medien:

  • “So verträglich wie möglich”, Rundschau Landeck vom 27. November 2014
  • “Volders ist nicht in Gefahr”, Bezirksblätter Hall vom 26. November 2014
  • “Verschärfte Regeln für Chemie”, Bezirksblätter Kufstein vom 26. November 2014
  • “Seveso: Warten auf Ergebnisse”, Bezirksblätter Landeck vom 26. November 2014
  • “Keine Probleme in Wattens mit Seveso III”, Bezirksblätter Schwaz vom 26. November 2014
  • “Knatsch um Seveso-Gesetz”, Tiroler Tageszeitung vom 21. November 2014

Zum Weiterlesen:

  • Informationen zum “Seveso III-Anpassungsgesetz” und mögliche Folgen für die Anwohner, 20. November 2014