Im Visier

Auf Initiative der Liste Fritz – Bürgerforum Tirol, der Grünen und der FPÖ hat der Landesrechnungshof in einem vierteiligen Sonderprüfbericht die Verbindungen von Liftkaiser Schultz zum Land Tirol und zu den Vertretern der Landesregierung sowie die erhaltenen öffentlichen Förderungen (fast 50 Mio. € von Land, Gemeinden, Bund und EU) untersucht. Der Landesrechnungshof hat jetzt 46 Jagdeinladungen von drei ÖVP-Landesräten (Streiter, Hosp, Switak) in Schultz-Revieren – alle drei Landesräte waren für Seilbahnen, Golfplätze und Raumordnungsfragen zuständig – öffentlich gemacht.

Zum Nachlesen:

Verschultzung Tirols ist dokumentiert!

“Die dunkelschwarze und hellschwarze politische Jagdgesellschaft beherrscht Tirol. Die Verschultzung hat der Landesrechnungshof aufgezeigt. Mit dem richtigen Schuss kann man es sich in Tirol richten”, Stellt LA Fritz Dinkhauser klar.

Geben und nehmen im System ÖVP!

“Der Vorwurf gilt nicht nur dem Lift- und Golfplatzunternehmer Schultz, der Rehe, Gämsen, Hirsche oder Spielhähne in seinen Jagdgebieten für Politiker zum Abschuss freigibt, sondern er gilt jenen Politikern, die diese angebotenen Vorteile bereitwillig annehmen. Ob Jagdeinladungen oder Penthouse-Wohnungen zum Sonderpreis, das ist das System der ÖVP und trifft auch Vorwärts Tirol, das ein Zurück zur ÖVP andeutet”, führt Fritz Dinkhauser aus.

Karrikatur Jagdeinladungen Platter

46 Abschüsse als Spitze des Eisberges

Für die Liste Fritz – Bürgerforum Tirol sind die 46 Abschüsse der ÖVP-Regierungsmitglieder Konrad Streiter (16 Abschüsse zwischen 2000 und 2006), Anna Hosp (9 Abschüsse zwischen 2006 und 2009) und Christian Switak (17 Abschüsse in vier Jahren, zwischen 2009 und 2012) in Schultz-Jagdrevieren sowie die bekannt gewordenen mindestens sieben Jagdeinladungen von Landeshauptmann Platter nur die Spitze des Eisberges.

Schultz mit der LandesregierungSelbst bezahlt oder politisch bestochen?

“Die moralische Dimension gipfelt in der Frage selbst bezahlt oder politisch bestochen? Bei sämtlichen in den letzten fünf Jahren aufgedeckten Missständen gibt es zwar immer eine Schuld, aber nie einen Schuldigen. Es fehlt jede Eigenverantwortung und jedes Unrechtsbewusstsein”, meint Dinkhauser.

Unrechtsbewusstsein fehlt

“Wer in der ÖVP übernimmt Verantwortung? Bei den Jagdeinladungen in den Revieren von Schultz und anderen, bei der Steuergeldverschwendung am Fohlenhof Ebbs, bei der Kostenexplosion fürs Bergisel Museum oder bei den mehr als 300 Steuergeld-Millionen, die die Landesbank Hypo verspielt hat. Wir fordern Konsequenzen ein, wenn Schuld da ist, sind die Schuldigen zur Verantwortung zu ziehen und sie haben die Kosten dafür selbst zu tragen”, erklärt Fritz Dinkhauser.

Alle Abschüsse sind selbst zu zahlen!

“Die Jagd soll ein Privatvergnügen sein, das jeder selbst bezahlt. Sämtliche Reh-, Gams-, Hirsch- und Spielhuhn-Abschüsse sind selber zu zahlen, das gilt für Landeshauptmann Platter und für alle ehemaligen ÖVP-Landesräte und ist von der Landesregierung konsequent einzufordern”, verlangt Fritz Dinkhauser.

Als skandalös wertet die Liste Fritz – Bürgerforum Tirol den Versuch Platters in seiner Stellungnahme an den Landesrechnungshof. Dabei versucht Platter den Landesrechnungshof zurückzupfeifen, in seiner Kontrollarbeit zu behindern und die öffentliche Nennung der Ex-ÖVP-Landesräte zu verhindern.