Ein Hirsch im Visier

Gegen exzessives Abschießen von Wildtieren!

Rechtzeitig zum Landtagsausschuss hat die Liste Fritz – Bürgerforum Tirol den Mehrheitsparteien vier zentrale Punkte zur Novelle des Jagdgesetzes zukommen lassen und um Änderung bzw. Anpassung ersucht.

“Wir haben die Ankündigung von ÖVP und Grünen ernst genommen, dass bei der Novelle zum Jagdgesetz auch nach dem Beschluss durch die Landesregierung im entsprechenden Landtagsausschuss noch Änderungen einfließen könnten. Inhaltlich haben wir uns auf vier wesentliche Punkte konzentriert: Keine Abschüsse in der Schonzeit, keine exzessiven Abschüsse wie unter dem harmlos klingenden Stichwort ´Verjüngungsdynamik` geplant, keine überbordende zusätzliche Bürokratie wie durch die Genehmigungspflicht von Fütterungsanlagen geplant und kein Rückbau der Demokratie wie geplant, zumal der Jägerverband künftig Interessenvertretung und Behörde gleichermaßen sein soll. ÖVP und Grüne haben keinen unserer vier Punkte in ihrer heute vorgelegten und geänderten Novelle zum Jagdgesetz eingearbeitet. Auch wenn das ihr gutes Recht ist, entlarvt es doch deutlich ihre Vorgangsweise beim Jagdgesetz als das, was sie ist: Eine schwarz-grüne Inszenierung!”, hält FRITZ-Landtagsabgeordneter Andreas Brugger fest.

Liste FRITZ an Grüne: “Mit geliehener Macht muss man auch umgehen können”

Für die Liste Fritz – Bürgerforum Tirol beweist die politische Vorgangsweise bei der Novelle zum Tiroler Jagdgesetz vor allem die Kritik an der Rolle der Grünen in der derzeitigen Regierungskonstellation.

“Nicht aus Naivität haben wir unsere Abänderungsvorschläge vorgelegt, sondern weil wir unerschütterlich überzeugt sind, dass der demokratische Prozess in Tirol besser gelingen kann und muss. Wir haben vermutet, dass es sich beim Ersuchen des grünen Klubobmannes, doch noch Änderungsvorschläge zum Jagdgesetz einzubringen, um ein polit-taktisches Spielchen handeln wird. Er hat uns und vielen Wählern mit dieser Vorgangsweise vor Augen geführt, welche Art der Politik er betreiben will. In der Sache selbst bringt eine derartige Inszenierung nichts, für die betroffenen Menschen bringt eine derartige Inszenierung auch nichts und von demokratischer Reife zeugt eine derartige Inszenierung schon gar nicht. Wir nehmen zur Kenntnis, dass der Wechsel von der Oppositions- in die Regierungsbank dem grünen Klubobmann nicht gut bekommen ist. Mit Macht, die man geliehen bekommt, muss man auch umgehen können”, meinen die FRITZ-Landtagsabgeordneten Andrea Haselwanter-Schneider und Andreas Brugger.