Geld Münzen

„Das Impulspaketerl der ÖVP-SPÖ Landesregierung wird nicht schwerer, nur weil es täglich aufs Neue schön geredet wird. Die Zahlen beweisen, dass das von der Landesregierung in Aussicht gestellte Fördergeld viel zu wenig und gerade einmal ein Tropfen auf dem heißen Stein ist“, ärgert sich LA Fritz Dinkhauser.

Nachrechnen zeigt: Nicht mehr als ein Paketerl!

Die Liste Fritz – Bürgerforum Tirol erinnert die Landesregierung an die Zahlen der Wirtschaftskammer (Quelle: Beschäftigtenstatistik WK Tirol, Stand 01.08.08). Demnach gibt es 15.943 Ein-Personen Unternehmen und 19.623 Kleinst-, Klein- und Mittelbetriebe. Die groß angekündigte Landes-Förderung fällt nachgerechnet für beide Bereiche sehr mager aus:

  • Bei 15.943 EPU: 400 € Förderung, 12 mal im Jahr = 4.800 € Förderung pro Arbeitnehmer. Bei insgesamt 400.000 € ergibt das 84 Mitarbeiter.
  • Bei 19.623 KMU: In Tirol gibt es 19.623 Kleinst-, Klein- und Mittelbetriebe (1 -249 Beschäftigte). Von der 50.000 € Förderung (insgesamt 1 Mio. €) profitieren 20 KMU!

„Abgesehen davon, dass die EPU-Förderung in der Höhe bescheiden ist, ein Arbeitnehmer kostet gut 30.000 € pro Jahr, macht sie mit 84 Arbeitnehmern für 15.943 Ein-Personen Unternehmen das Kraut nicht fett! Ebenso wenig wie die KMU-Förderung, die gerade für 20 Betriebe reicht. Entweder können die Damen und Herren nicht rechnen oder sie verkaufen die Arbeitnehmer absichtlich für dumm. Beides ist falsch und ungerecht!“, so LA Dinkhauser.

Endlich hausgemachte Probleme angehen!

Laut Dinkhauser muss die Landesregierung nicht die Finanz- und Wirtschaftskrise meistern, sondern endlich die hausgemachte Tiroler Strukturkrise angehen.

„Schon vor der Krise hatte Tirol die zweit niedrigsten Einkommen, war aber bei den Kosten für Leben und Wohnen spitze. Schon vor der Krise hat in Tirol der Quadratmeter Bauland 400 € und für Agrar-Mitglieder 2,90 € gekostet. Schon vor der Krise hatten nur die Hälfte der Tiroler einen Vollzeitjob. Schon vor der Krise sind jedes Jahr 1000 junge Menschen ohne Beruf- und Schulabschluss geblieben. Schon vor der Krise hat es in Tirol 19.800 armutsgefährdete Kinder gegeben“, so LA Dinkhauser.