Die Günstlingspolitik der ÖVP muss ein Ende haben

Günstlingspolitik à la ÖVP!

Die schwarz-grüne Landesregierung plant die Leitung für die Abteilung Öffentlichkeitsarbeit des Landes Tirol nur landhausintern auszuschreiben. Offenbar eine gezielte Maßnahme, um den Posten einem Mitarbeiter zuzuschanzen, der bis vor kurzem in der ÖVP-Geschäftsstelle als stellvertretender ÖVP-Geschäftsführer tätig gewesen ist.

“Wieder ein Beweis, wie das System ÖVP in Tirol funktioniert: Die Günstlinge der Partei sollen versorgt, an einflussreichen Stellen positioniert und von der öffentlichen Hand bezahlt werden. Die ÖVP hat den Nutzen, die Tiroler Bürger tragen die Kosten”, bringt FRITZ-Klubobfrau Andrea Haselwanter-Schneider die Kritik auf den Punkt.

Parteipropaganda statt Information der Tiroler

“Auf der Strecke bleibt das Informationsinteresse der Bürger. Denn die Abteilung Öffentlichkeitsarbeit des Landes ist eigentlich dafür gedacht, um den Tirolern die Leistungen der Landesverwaltung näher zu bringen. Aber offenbar stehen für die ÖVP nicht die Aktivitäten, die das Land Tirol für die Bürger setzt, im Vordergrund, sondern die Parteipropaganda. Einmal mehr kann die ÖVP nicht zwischen dem Parteiinteresse und dem Landesinteresse unterscheiden. Es geht aber nicht um die Leitung der Pressestelle der ÖVP, die sich die ÖVP selber finanziert, sondern es geht um die Leitung der Pressestelle des Landes, die die Tiroler Bürger finanzieren”, stellt Andrea Haselwanter-Schneider klar.

Liste FRITZ: “Führungsposition öffentlich ausschreiben!”

“Wir als Kontrollpartei lehnen diese ÖVP-Günstlingspolitik zutiefst ab, es muss endlich Schluss sein mit dieser Politik der Seilschaften. Für uns ist es selbstverständlich, dass die Leitungsposition für die Abteilung Öffentlichkeitsarbeit öffentlich ausgeschrieben gehört. Dann können sich sowohl landhausinterne als auch externe Bewerber um diese Position bemühen und ihre Konzepte auf den Tisch legen. Dem Land Tirol und den Bürgern kann eine große Anzahl an tollen Bewerbern und frischer Wind in der Abteilung Öffentlichkeitsarbeit mit Sicherheit nicht schaden”, meint Andrea HAselwanter-Schneider.

Fritz-Klubobfrau Andrea Haselwanter-Schneider

Grüne müssen sich klar äußern: Für Transparenz oder für ÖVP?

“Die Grünen als Koalitionspartner werden jetzt Farbe bekennen müssen, ob sie die Forderung nach einer öffentlichen Ausschreibung mitunterstützen oder ob sie die ÖVP-Günstlingspolitik mittragen. Im Übrigen ist die von der ÖVP praktizierte Vorgangsweise auch ein Schlag ins Gesicht aller weiblichen Mitarbeiter im Landesdienst, zumal der derzeitigen Stellvertreterin, die auf mehrjährige Erfahrung zurückblicken kann, ungeniert ein in einer Leitungsposition unerfahrener Mann vorgesetzt werden soll”, meint FRITZ-Klubobfrau Andrea Haselwanter-Schneider.

Zum Nachlesen: