Stammtisch der Liste Fritz in Aschau

Erfreulich und bemerkenswert zugleich, dass in der Heimatgemeinde des ÖVP Klubobmannes das Interesse am fritzstammtisch besonders groß war. Auf Einladung unserer Zillertaler Freunde sind die Landtagsabgeordneten, Klubobmann Bernhard Ernst und Gottfried Kapferer, sowie FRITZ-Bundesrat Stephan Zangerl nach Aschau gekommen.

Ein emotionales Thema sind im Zillertal wie im ganzen Land die Gemeindegutsagrargemeinschaften. Viele Bauern aus der Umgebung sind zum fritzstammtisch gekommen um ihren Unmut kund zu tun. Sie bewirtschaften, wie schon ihre Eltern, das Land seit Jahren und fühlen sie sich als rechtmäßige Eigentümer. Das Problem bei der Sache, die Übertragung der Agraranteile ist zu Unrecht – “offenkundig verfassungswidrig”, wie es der Verfassungsgerichtshof schreibt – erfolgt. Das bestätigen mittlerweile mehrere höchstrichterliche Gutachten. „An der endgültigen Richtigstellung dieses Unrechts führt über kurz oder lang kein Weg vorbei“, erklärt Klubobmann Bernhard Ernst.

Große Aufregung bei den Anwesenden gab es rund um die „Verschultzung“ im Zillertal. Dieser Begriff scheint den Zillertalern ein Wort dafür zu geben, was sie erfahren. „Kann es möglich sein, dass eine Handvoll Leute im Tal alles anschaffen, was im Tal passiert?“ stellt ein Anwesender die Frage in den Raum. Wichtig ist für das Bürgerforum Tirol, dass Politik und Wirtschaft kein zu enges Verhältnis haben. Professionelle Distanz, Kontrolle und Transparenz sind notwendig.

„Daheim statt im Heim“ ist auch das Schlagwort für die Altenbetreuung im Zillertal. Schon heute findet 80% der Pflege in Tirol daheim und nicht im Heim statt. Aber auch die pflegenden Angehörigen, der Großteil von ihnen sind Frauen, werden älter. Wenn sie nicht mehr können, sind immer mehr Tiroler in den Alten- und Pflegeheimen zu versorgen und das kostet künftig viel mehr Geld als heute schon die pflegenden Angehörigen zu entlasten. Das ist machbar, indem die Landesregierung Angebote zur tage- oder stundenweisen Betreuung für zu pflegende Menschen ausbaut.

Ebenfalls Thema beim fritzstammtisch: Wasser muss ein öffentliches Gut bleiben, fehlende Kinderbetreuung und wie die Raumordnung und Planung die Voraussetzung für zukünftige Herausforderungen in den Gemeinden schaffen kann.