Die Kalkkögel

Die wieder aufgeflammte Debatte um das Ruhegebiet Kalkkögel läuft in die völlig verkehrte Richtung, wenn die politischen Kontrahenten von ÖVP und Grünen so tun, als würde es einzig um die Frage gehen, ob im Ruhegebiet eine Liftstütze stehen darf oder nicht”, erklären Klubobfrau LA Andrea Haselwanter-Schneider und Landtagsabgeordneter Andreas Brugger.

Ernsthafte Debatte führen statt falsche Hoffnungen wecken!

“Wer den Menschen vor Ort nicht nur falsche Hoffnungen machen will, sondern wirklich eine ernsthafte politische Debatte führen will, muss zuerst die rechtlichen, wirtschaftlichen und umweltrelevanten Voraussetzungen für dieses Projekt schaffen. Dann können alle Pro und Contra ernsthaft diskutiert werden, dann ist die wirtschaftliche Sinnhaftigkeit zu hinterfragen, besonders der notwendige finanzielle Beitrag der öffentlichen Hand, und dann sind auch die Auswirkungen auf die Natur anzuschauen”, führen Andrea Haselwanter-Schneider und Andreas Brugger weiter aus.

Andrea Haselwanter-Schneider und Andreas Brugger von der Liste FritzDas braucht es, um ernsthafte Debatte möglich zu machen:

  • Der Landtag könnte nur das Naturschutzgesetz ändern und generell in allen Ruhegebieten Lifte möglich machen. Damit würden in allen Ruhegebieten Begehrlichkeiten entstehen, eine generelle Änderung ist daher abzulehnen.
  • Die Landesregierung hat das Ruhegebiet verordnet, sie könnte es auch wieder ändern. Naturschutzlandesrätin Felipe etwa könnte aus dem Ruhegebiet ein Landschaftsschutzgebiet machen und damit den Liftbau rechtlich ermöglichen.
  • Zum angedachten Zusammenschluss zwischen Stubaital und Axamer Lizum über das Ruhegebiet Klakkögel gibt es weder im Stubaital noch im westlichen Mittelgebirge eine geschlossene Pro-Haltung.
  • Überhaupt ganz offen ist die Frage der Finanzierung des Zusammenschlusses. Der Ruf nach der öffentlichen Hand als Hauptfinanzier ist zu wenig. Der Beitrag von Land, Gemeinden und Tourismusverbänden wäre ein gewaltiger und trifft im Projektgebiet einige ohnehin finanzschwache Gemeinden.

“Es ist vor allem zu bedenken, dass es nicht nur um die Einmalzahlungen in Millionenhöhe für den Bau und die neue Bahn geht, sondern vielmehr um die laufenden Kosten, die die Gemeinden und Tourismusverbände auf lange Sicht extrem belasten. Schließlich sind auch die Auswirkungen auf die Natur zu erheben und abzuwägen”, stellen Andrea Haselwanter-Schneider und Andreas Brugger fest.