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Der Landesumweltanwalt von Tirol soll in seinem Beschwerderecht beschnitten werden, so sieht es ein vorliegender Gesetzesentwurf vor. Demnach soll er künftig auf Bezirksebene kein Einspruchsrecht mehr haben.

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Tiroler Umweltanwalt mit wenigsten Rechten in ganz Österreich!

“Schon jetzt ist der Landesumweltanwalt von Tirol rechtlich so schlecht gestellt, wie in keinem anderen Bundesland. Nur der Tiroler Umweltanwalt ist nicht weisungsfrei und kann gegen Bescheide der Landesregierung nicht berufen. Das unsinnige Vorhaben, die Umweltanwaltschaft jetzt noch weiter zu beschneiden, ist ein Affront gegenüber den Interessen der Natur und der bisherigen Arbeit des Landesumweltanwaltes”, erklärt LA Fritz Dinkhauser.

Natür schützen oder nützen? Interessensvertreter für Natur wichtig!

“Der vorliegende Gesetzesentwurf geht in die völlig verkehrte Richtung, gerade in einem sensiblen Land wie Tirol, wo das Spannungsfeld zwischen Natur schützen und Natur nützen allgegenwärtig ist. Die Möglichkeiten, seiner Aufgabe als Landesumweltanwalt vernünftig nachzukommen, gehören nicht beschnitten, sondern aufgewertet. Neben seinen derzeitigen Rechten soll der Umweltanwalt endlich weisungsfrei werden, wie in anderen Bundesländern schon längst üblich”, stellt Fritz Dinkhauser klar.

Keine Verhinderer, sondern Mahner!

 “Der Landesumweltanwalt soll nicht immer als Verhinderer betrachtet, sondern viel stärker als rechtzeitiger Mahner verstanden werden. Was angesichts von 22 Berufungen bei über 1000 Verfahren im vergangenen Jahr auch die Fakten belegen. Je früher die Umweltanwaltschaft eingebunden ist, umso besser ist es für einen schonenden Umgang mit der Natur”, führt Dinkhauser aus.

Umweltanwalt kann unnötige Kosten sparen helfen!

“Den größten Vorteil haben aber Projektbetreiber, wenn sie sich unnötige Planungs- und Projektkosten sparen können, weil ihnen der Landesumweltanwalt frühzeitig sagt, was möglich ist und was nicht. Wenn etwa die Umweltabteilung des Landes jetzt das Golfplatzprojekt Axams-Grinzens ablehnt, dann sind 280.000 Euro Planungskosten – zum überwiegenden Teil öffentliche Gelder – in den Sand gesetzt. Einer Beschneidung der Beschwerderechte für den Landesumweltanwalt stimmen wir sicher nicht zu und wir sind zuversichtlich, dass auch der neue SPÖ-Naturschutzlandesrat sowie die Mehrheit im Landtag nicht mitgehen werden“, meint LA Fritz Dinkhauser.

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