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„Das Land Tirol soll jetzt keine Kindesweglegung betreiben. Es ist nicht nur für sich, sondern auch für seine Töchter zuständig. Was ist mit dem Landesenergieversorger Tiwag, was ist mit der Landesbank Hypo Tirol? Beide Unternehmen sind zu 100 Prozent im Landesbesitz und haben mit dem Eigentum aller Tiroler im internationalen Finanzcasino gezockt. Und das im großen Stil!“, stellt LA Fritz Dinkhauser heute klar.

Liste FRITZ fordert volle Aufklärung!

Die Liste Fritz – Bürgerforum Tirol weist als stärkste Kontrollpartei schon seit vielen Monaten auf die dadurch entstandenen enormen Risiken und auf die noch nicht geklärte politische Verantwortung hin.

Der Bundesrechnungshof bestätigt die Kritik an hochspekulativen Finanzgeschäften jetzt, wenn er schreibt: „Vom Risikostandpunkt aus waren Derivativgeschäfte zu reinen Spekulationszwecken nicht zu rechtfertigen.“

  • Auch wenn heute niemand mehr etwas von den Cross Border Deals der Tiwag wissen will, sie werden das Landesunternehmen die nächsten Jahrzehnte begleiten. So stehen schon die Haftungen für die ersten missglückten Tiwag Cross Border Deals mit 112,5 Millionen Euro in der Tiwag Bilanz 2008.

  • Auch bei der Landebank Hypo Tirol schlummern hunderte Millionen Euro, kolportiert wurden rund 400 Millionen Euro, an Derivaten in den Büchern. Luftgeschäfte, die irgendwann schlagend werden und für die die Tiroler aufkommen werden müssen.

Keine Heiligsprechung für Tirol

„Wenn der Rechnungshof den Bund wegen dessen Derivatgeschäften kritisiert und warnt, dann wird es auch in Tirol für Heiligsprechungen zu früh sein. Denn bei den Tiroler Landesunternehmen kommt das dicke Ende womöglich erst. Wann werden die Hypo Millionen Derivatgeschäfte schlagend? Wer wird dann die Ausfälle übernehmen? Klar ist, dass in jedem Fall die Steuerzahler, also wir Tiroler Bürger, übrig bleiben! Jedenfalls gehören auch in Tirol alle Fakten auf den Tisch. Es braucht volle Aufklärung, was da noch auf uns zukommt!“, fordert LA Dinkhauser.