Das Riesenrundgemälde in Innsbruck

„Das Riesenrundgemälde von der Rotunde zu trennen und auf den Bergisel zu verfrachten, ist eine politische Anlass-Entscheidung. Gegen den Willen der Bürger hat das Ministerium hier eine reine Macht-Entscheidung und keine Sach-Entscheidung getroffen. Daran ändern auch angeblich strenge Auflagen nichts. Das millionenschwere Museumsprojekt ist zum derzeitigen Zeitpunkt das völlig falsche Signal“, ärgert sich LA Fritz Dinkhauser von der zweitstärksten politischen Kraft im Land.

20 Millionen Euro: Statt für ein Museum, besser für Bildung investieren!

„Ein derartiges, sinnloses Prestigeprojekt zum gegenwärtigen Zeitpunkt ist verantwortungslos. Während viele Tiroler Sorge um ihre Arbeitsplätze haben und beispielsweise viele Sozial-Initiativen nicht wissen, woher sie das Geld für die Unterstützung der Menschen nehmen sollen, wollen sich einzelne Landespolitiker am Bergisel ein Denkmal setzen. Die vom Land geschätzten 20 Millionen Euro – das sind in alter Währung knapp 300 Millionen Schilling – soll die Landespolitik doch besser für Bildung, Forschung und Entwicklung einsetzen. Das wäre ein echter Beitrag für die Zukunft des Landes Tirol!“, meint LA Fritz Dinkhauser.

Finanzierung nicht gesichert! Mehr als 300.000 Euro jährliche Betriebskosten!

Laut Aussage der zuständigen Landesrätin vom Dezember 2008 ist derzeit auch die Finanzierung des Prestige-Baus nicht gesichert. Erst für rund 15 Millionen der geschätzten 20 Millionen Euro sind Beschlüsse bzw. Finanzierungszusagen vorhanden.

„Das Finanzierungs-Loch der Landesregierung werden dann wohl wieder die Steuerzahler schließen müssen. Derzeit fehlen rund 5 Millionen Euro, immerhin 70 Millionen Schilling. Auch was den laufenden Betrieb angeht entstehen enorme Kosten: Laut Schätzung des Landes sind jährlich rund 330.000 Euro nötig. Ein wirklich teures Denkmal.“, so LA Dinkhauser.