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„Der Rechnungshofbericht zu den TIWAG Cross Border Deals hat Millionen schwere Lücken. So beantwortet er die von uns an den Rechnungshof gestellte Frage nach dem Verbleib der 16 Millionen US Dollar an Belohnungsgeldern nicht. Obwohl unstrittig ist, dass diese Millionen Teil der CBL Deals waren und irgendwohin zwischen Amerika und Tirol geflossen sind, verliert der RH-Bericht dazu kein Wort. Unbeantwortet lässt der Bericht auch, was die weitere Nachschußpflicht der TIWAG anbelangt. Obwohl er die bisherigen Kosten für die TIWAG ´als erheblich` einstuft und sogar ´die kurzfristige Liquidität der TIWAG eingeschränkt` sieht“, so Energiesprecher LA Bernhard Ernst.

Üppige Beraterverträge bei der TIWAG!

Ungeheuerlich ist für die Liste Fritz – Bürgerforum Tirol der lockere Umgang mit dem Geld für Konsulentenverträge bei der TIWAG. So hatte nicht nur EX-ÖVP Landesrat Konrad Streiter einen mit über 18.000€ dotierten Vertrag, auch der Ex-Vorstand Hermann Meysel verdiente und verdient nach seinem Ausscheiden als TIWAG Vorstand üppige Jahresgagen.

„Meysel hat seit dem Jahr 2004 von der TIWAG 7 Werkverträge bekommen. Nachdem Wallnöfer offensichtlich auf seine Dienste angewiesen ist, wird das wohl bis ins Jahr 2095 so weitergehen. Die TIWAG hat Meysel beispielsweise in seinem ersten Werkvertrag 28.000€ brutto monatlich zugesprochen. Ohne mit ihm dafür eine fixe Stundenarbeitszeit zu vereinbaren. Zusätzlich hat ihm die TIWAG Personal, Infrastruktur und sogar sein Auto, das er als TIWAG Vorstand gefahren ist, zugestanden“, reagiert LA Ernst verständnislos auf diesen lockeren Umgang mit dem Geld der Tiroler Steuerzahler.

Kritik an Wallnöfers Missmanagement bleibt aufrecht!

Für LA Ernst ist der Bericht jedenfalls kein Persilschein für die TIWAG und ihre Geschäfte mit dem Eigentum der Tiroler. Auch an der Kritik zum Missmanagement Wallnöfers innerhalb der TIWAG könne der RH-Bericht nichts ändern.

„Wallnöfer hat in der TIWAG ständig Personal abgebaut und Gewinnmaximierung betrieben. Aber gerade ein Landesunternehmen muss sich seiner gesellschaftpolitischen Aufgaben bewusst sein. Wallnöfer hat eklatante Versäumnisse bei der Photovoltaik, die gravierende Benachteiligung bei den Einspeisetarifen für Kleinwasserkraftwerke und die fehlende Strategie für ein Effizienzprogramm beim Stromverbrauch zu verantworten. Die TIWAG ist nicht aus den Cross Border Deals ausgestiegen, was laut RH-Bericht jederzeit in beiderseitigem Einvernehmen machbar wäre, sondern sie hat vorerst einmal 4 Millionen nachschießen müssen. Wie viele Millionen diese Deals in den nächsten über 80 verbleibenden Jahren noch kosten, wird sich zeigen. Fest steht, dass die TIWAG auch an der Strombörse 12 Millionen € Verluste gebaut hat und statt alternative Energien zu forcieren, eine 150 Millionen € schwere Beteiligung an deutschen Kohlekraftwerken anstrebt. Diese Pleitenliste sollte Platter für die Abberufung Wallnöfers reichen!“, meint LA Ernst.