Ein Rohbau in Götzens

Die Studie der Arbeiterkammer unterstreicht, was die Tiroler tagtäglich spüren: Egal ob Miet- oder Eigentumswohnung, ob Haus oder Baugrund – die Kosten fürs Wohnen sind hoch und steigen weiter. Grund und Boden ist genügend vorhanden, aber die Politik muss an mehreren Schrauben drehen – ohne Rücksicht auf politische Günstlinge.

Landesregierung verteuert Wohnen schon wieder!

“Die Landesregierung hat es selbst in der Hand, Wohnen günstiger zu machen, aber sie muss einige heilige Kühe schlachten und an mehreren Schrauben drehen. Die bis dato ergriffenen Maßnahmen haben die Wohnkosten in Tirol nachweislich nicht gesenkt. Die für heute geplante Erhöhung der angemessenen Baukosten durch die Landesregierung freut zwar die Baulobby, macht Wohnen aber noch teurer. Günstiges Wohnen, im Wahlkampf versprochen, jetzt wieder gebrochen!”, stellt Klubobfrau LA Andrea Haselwanter-Schneider klar.

Teures Wohnen: Zeit der Ausreden vorbei!

“Es braucht eine echte Reform, denn die Fortschreibung der bisherigen Wohnpolitik ist zu wenig. Unser Ansatz, die Bodenpolitik, die Baupolitik und die Banken- und Wohnbauförderungspolitik zu reformieren, sowie die Arbeit der Gemeinnützigen Wohnbaugesellschaften kritisch zu durchleuchten, mag für einige Polit-Liebkinder schmerzhaft sein, sie ist aber notwendig, wenn Wohnen in Tirol für die Menschen wirklich günstiger werden soll. Alles andere ist politische Schönrederei!”, wollen LA Andrea Haselwanter-Schneider und LA Andreas Brugger statt schöner Worte konkrete Taten sehen.

FRITZ-3-B-Konzept macht Wohnen um bis zu 30% günstiger!

Das 3-B-Konzept der Liste Fritz für günstiges WohnenFür die Liste Fritz – Bürgerforum Tirol besteht angesichts der niedrigsten Einkommen der Tiroler bei den gleichzeitig höchsten Wohn- und Betriebskosten dringender Handlungsbedarf. Daher hat die Liste Fritz mit dem FRITZ-3-B-Konzept, zur Reform der Bodenpolitik, der Baupolitik und der Banken- und Wohnbauförderungspolitik ein durchgerechnetes Konzept vorgelegt, das die Mieten im sozialen Wohnbau um bis zu 30% günstiger macht.

“Unsere Kernpunkte: Gemeinden können uneingeschränkt günstiges Freiland kaufen und für den sozialen Wohnbau umwidmen. Die Bauvorschriften, etwa für Stellplätze, werden entrümpelt. Häuser mit Mietwohnungen werden zu 100% statt wie derzeit zu 40% über die Wohnbauförderung finanziert. Damit entfällt die Finanzierung über ein teures Bankdarlehen. So wird eine 80 m2 Wohnung monatlich um 80 Euro günstiger, das sind 960 Euro pro Jahr!”, rechnet Haselwanter-Schneider vor.

Zum Nachlesen:

Wohnbaugelder auch wirklich für Wohnbau verwenden

“Die freiwillige Zweckbindung aller Wohnbaumittel kann die Tiroler Landesregierung ohnehin jederzeit und sofort beschließen. Allein im vergangenen Jahr wären dann 90 Millionen Euro mehr für den sozialen Wohnbau zur Verfügung gestanden, womit viel mehr Wohnungen gebaut worden wären, was viel Druck vom Wohnungsmarkt nehmen würde”, umreißt Klubobfrau Andrea Haselwanter-Schneider einen weiteren FRITZ-Vorschlag.

Umfrage der ArbeiterkammerNiedrigste Einkommen, teures Wohnen und Leben: So kann die Landesregierung helfen

Sofort ansetzen kann die Landesregierung auch bei den steigenden Betriebskosten: Allein mit dem Bau der 2. Gasleitung nach Tirol spart sich jeder Tiroler Gashaushalt rund 170 Euro pro Jahr. Über die Landesgesellschaften TIWAG und TIGAS ist es möglich für kinderreiche Familien, Alleinerziehende, Wenigverdiener und Mindestrentner denselben um bis zu 20% günstigeren Strom- und Gaspreis anzubieten wie ihn Großbetriebe erhalten. Die Landesregierung kann für die Tiroler sofort etwas tun, aber sie muss es auch wollen.