Erste Hilfe
“Das Rettungsgesetz neu bedeutet Zentralisierung pur. Die Landesregierung zerschlägt damit ein seit über 100 Jahren funktionierendes Rettungswesen. Sie hat die Einwände und Vorschläge der Profis und Praktiker vor Ort nicht in den Gesetzesentwurf einfließen lassen. Sie fährt über die tausenden Freiwilligen, die in verschiedenen Organisationen beste Arbeit für die Bürger leisten einfach drüber. Sind dann als nächstes die tausenden freiwilligen bei der Feuerwehr dran? Das ist doch diktatorisch und nicht demokratisch! Das Rettungsgesetz muss zurück an den Start!”, ist LA Fritz Dinkhauser verärgert.

Landesregierung zerschlägt funktionierendes Rettungswesen!

Für die Liste Fritz – Bürgerforum Tirol steht fest, dass das neue Gesetz das Rettungswesen in Tirol nicht billiger, sondern teurer machen wird. Ohne vor Ort tätige, ehrenamtliche Mitarbeiter besteht etwa die Gefahr, dass die Spendengelder dramatisch einbrechen. Dazu kommt, dass allein beim Roten Kreuz 4200 freiwillige Mitarbeiter arbeiten, die jährlich – freiwillig und unbezahlt – rund 890.000 Stunden leisten. Das entspricht einem Wert von über 17 Millionen Euro.

Aus für Freiwillige – Rettungswesen wird teurer!

„Ich bin sicher, wenn das Gesetz in dieser Form kommt, wird für Freiwillige und ehrenamtliche Mitarbeiter kein Platz mehr sein. Das ist ein Schlag ins Gesicht dieser Menschen. Ich selber bin einer von 11 ehrenamtlich tätigen Bezirksstellenleitern und verwalte rund 3 Millionen Euro Umsatz. Ich werde nicht weiter die Verantwortung tragen können, wenn uns die Landesregierung nicht sagen kann oder will, welche Vorgaben auf uns zukommen. Die Landesregierung beschließt ein Gesetz und die Bedingungen für die Ausschreibung, wie es danach weiter geht, sind nicht einmal bekannt!“, sagt Primar Dr. Siegfried Nagl, Bezirksstellenleiter des Roten Kreuzes Kitzbühel.

ÖVP/SPÖ fahren wieder über Bürger drüber!

„Ohne Herz und Idealismus macht kaum jemand unbezahlte Nacht- und Wochenenddienste. Duzende Schreiben von verunsicherten Mitarbeitern haben uns in den letzten Wochen erreicht. Die Menschen verstehen nicht, dass die Landesregierung einfach über sie drüberfährt. Wir haben ja keinen Rettungs-Notstand, dass die ÖVP-SPÖ Landesregierung ein solches Rettungsgesetz jetzt im Juli-Landtag durchpeitschen müsste. Wir überlegen uns dagegen rechtliche Schritte!“, so Klubobmann LA Bernhard Ernst.

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