Fritz-StammtischNach der Sommerpause ist der Fritz-Stammtisch wieder gut besucht in die neue Saison gestartet. Das Bürgerforum Tirol – Liste Fritz war während des Sommers mehr als aktiv. Die Zeit wurde genutzt, viel recherchiert und wichtige Themen für die Zukunft Tirols vorbereitet:

  • Ein heiß diskutiertes Thema war das neue Rettungsgesetz und die internationale Ausschreibung des Rettungs- und Krankentransports ist Tirol. Der „Totenschein für das Tiroler Rettungswesen“ warnte LA Dinkhauser. „Hier wird ein bestens funktionierendes System zerstört.“ Sorgen macht sich LA Bernhard Ernst vor allem um die über Jahrzehnte gewachsenen Strukturen. Die Seele der Tiroler Identität. Viele soziale Aufgaben werden vom Roten Kreuz neben dem normalen Tagesgeschäft des Rettungs- und Krankentransports übernommen. Wer wird künftig Krisenintervention (KIT), Jugendarbeit, Erste-Hilfe-Ausbildung, Blutspende- Dienst, Katastropheneinsatz etc. leisten? Kann man aus wirtschaftlicher Sicht auf die ehrenamtliche Arbeit von Freiwilligen im Ausmaß von 885.000 Stunden im Jahr verzichten? „Sobald wir einen Großkonzern reinlassen ist alles andere auch kaputt“ ist sich LA Bernhard Ernst, selbst langjähriger Rettungssanitäter und Freiwilliger, sicher.
  • Für viel Gesprächsstoff sorgte auch die katastrophale Situation der Landesbank Hypo. Bereits vor einem Jahr hat das Bürgerforum Tirol auf Missstände und Probleme bei der 100% Prozent in Landesbesitz stehende Landesbank hingewiesen. „Alles was wir damals gesagt und befürchtet haben ist eingetreten“ bilanziert Dinkhauser. Wie jetzt bekannt geworden ist hat, die Landesbank Hypo millionenteure Verlustgeschäfte eingefahren. Das Bürgerforum Tirol fordert radikale Aufklärung
  • Ebenfalls Thema war die Situation der Kinderbetreuung in Tirol. Mit Beginn des diesjährigen Kindergartenjahres können Kinder ab 4 Jahren den Kindergarten halbtägig kostenlos besuchen. Ein Anfang aber eine mehr als halbherzige Lösung im Vergleich mit Oberösterreich. Dort ist der Kindergarten für alle Kinder von 2,5 Jahren bis zum Schuleintritt ganztags gratis. Eine Geldfrage oder eine Frage der Prioritäten? „Für alles ist Geld vorhanden, für die Betonierung des Landhausplatzes, für ein Bergiselmuseum nur das wichtigste vergisst die Regierung. Das wichtigste sind die Leute“. Vor allem junge Familien brauchen Kinderbetreuungseinrichtungen die leistbar und umfassend sind. Durch die hohen Lebenserhaltungskosten kann es sich eine Familie kaum noch leisten, dass nur ein Elternteil Geld verdienen geht.
  • Immernoch im Gespräch ist die listeneigene Idee der Landeskonjunkturanleihe. Hier ladet das Bürgerforum Tirol den Landeshauptmann ein einen gemeinsamen Weg zu gehen. So könnte jeder zu einer vernünftigen Verzinsung sein Geld für wichtige Projekte in die Infrastruktur der eigenen Gemeinde zur Verfügung stellen. Ein Weg einerseits um Geld für die notwendigen Investitionen in den Gemeinden zu mobilisieren und andererseits eine sichere Geldanlage für alle Tiroler. Ein Gewinn für beide Seiten!
  • Längst wurde der Antrag des Bürgerforum Tirol – Liste Fritz „Tiroler Lebensmittel in Tiroler Landesbetrieben“ angenommen. Passiert ist bis dato aber nichts. Niemand in der Landesregierung fühlt sich dafür verantwortlich den einstimmigen Beschluss entsprechend umzusetzen.