Zwei Rettungssanitäter bei der Arbeit

Laut Medienberichten benötigt die Tiroler Rettungsdienst-Gesellschaft noch heuer weiteres, frisches Geld. Die Rede ist von Mehrkosten in der Höhe von rund 1,5 Millionen Euro. Das, obwohl die Gesellschaft vom Land Tirol in diesem Jahr schon knapp fünf Millionen Euro Steuergeld erhalten hat.

Rettungswesen chronisch unterfinanziert!

“Das Tiroler Rettungswesen ist und bleibt eine Großbaustelle, verursacht von der ÖVP-SPÖ Politik. Nach dem Zuschuss von über fünf Millionen, um die drohende Insolvenz abzuwenden, fehlen jetzt wieder offenbar 1,5 bis 3 Millionen Euro. Damit zeigt sich, dass die Vergabe des Rettungsdienstes um 27 Millionen Euro falsch war und das Tiroler Rettungswesen chronisch unterfinanziert ist. Wir wollen ein funktionierendes Rettungswesen sicherstellen!”, erklären FRITZ-Klubobmann LA Bernhard Ernst, Grünen-LA Gebi Mair und Klubobmann LA Gerald Hauser.

Dringliche Anfrage an ÖVP-Landesrat Tilg im Landtag!

Die Liste Fritz – Bürgerforum Tirol, die Grünen und die FPÖ bringen im Dezember-Landtag eine Dringliche Anfrage zum Rettungsdienst Tirol ein, weil es ihnen um den Erhalt eines funktionierenden Rettungswesens für die Tiroler Bürger geht:

  1. Stimmen die medialen Berichte, wonach die Tiroler Rettungsdienst GmbH weitere finanzielle Zuweisungen seitens des Landes Tirol in diesem Jahr benötigt?
  2. Wenn Ja, in welcher Höhe?
  3. Aus welchen Budgetmitteln werden die Mehrkosten seitens des Landes getragen?
  4. Wie konnten diese Mehrkosten entstehen?
  5. Was werden Sie unternehmen, damit das Rettungssystem in Tirol kostendeckend funktioniert?
  6. Werden Sie in Hinkunft mit weiteren Mehrkosten rechnen?
  7. Wenn Ja, in welcher Höhe?
  8. Sie erwähnten oftmals, dass durch das Rettungsdienstgesetz das Rettungssystem besser und billiger wird. Bitte begründen Sie ihre Aussagen an konkreten Beispielen?

Kostenwahrheit & Aufklärung gefordert!

“Unsere Dringliche Anfrage gibt ÖVP-Landesrat Tilg die Möglichkeit, im Landtag klar Stellung zu nehmen und die Fragen der Abgeordneten aufzuklären. Die ÖVP-SPÖ Regierung beharrt auf ihrem eingeschlagenen Weg, anstatt durch die Novellierung des Rettungsdienstgesetzes für klare Verhältnisse zu sorgen und durch eine externe Evaluierung die tatsächlichen Kosten feststellen zu lassen. Die Folge ist, dass Quartal für Quartal der Tiroler Steuerzahler zur Kasse gebeten wird. Wir wollen Kostenwahrheit und Aufklärung”, halten die drei Oppositionspolitiker fest.

Liste FRITZ, Grüne, FPÖ: Funktionierendes Tiroler Rettungswesen sicherstellen!

“Besonders fatal ist die Situation für jene ehrenamtlichen Funktionäre, die Kraft ihrer Funktion für allfällige Verluste haften müssen. Die ÖVP-SPÖ Landesregierung trägt die volle Verantwortung für ein Rettungssystem, das Schritt für Schritt schlechter und teurer wird. Die Leidtragenden dieser verfehlten Politik sind die Patienten und Unfallopfer sowie die Mitarbeiter und Ehrenamtlichen der Rettungsorganisationen. Unser Ziel ist es ein gut funktionierendes Rettungswesen zu garantierten, die Ehrenamtlichkeit zu unterstützen, aber die Kosten des Rettungswesen ehrlich auf den Tisch zu legen”, stellen LA Bernhard Ernst, LA Gebi Mair und LA Gerald Hauser fest.