Rettungseinsatz bei Unfall

Auf Initiative der Liste Fritz – Bürgerforum Tirol musste ÖVP Landesrat Tilg heute im Landtag zum Desaster rund um die Ausschreibung zum Tiroler Rettungsdienst Stellung nehmen. Unter dem Motto „Rettet die Retter! Stopp der Ausschreibung!“ kämpft die stärkste Oppositionskraft im Land weiter gegen die Zerschlagung des bestens funktionierenden Tiroler Rettungswesens.

Das neue Rettungswesen: Teurer und weniger Leistung!

„Platter, Tilg und Co haben die Ausschreibung auf Gewinn orientierte Konzerne zugeschnitten, jetzt ist das Desaster perfekt. Zuerst hat Tilg ein Rennpferd ausgeschrieben, weil er gemerkt hat, dass er sich das nicht leisten kann, gibt er sich nun mit einem Lastenesel zufrieden. In der Ausschreibung hat Tilg Kriterien formulieren lassen, die kein Anbieter zu einem annehmbaren Preis erbringen konnte. Statt rund 28 Millionen Euro hätten die Steuerzahler zwischen 50 und 90 Millionen Euro zahlen müssen. In seiner Not geht es Tilg jetzt nur mehr um den Preis. Auch heute im Landtag konnte oder wollte Tilg nicht sagen, auf welche Leistungen die Tiroler Bevölkerung künftig verzichten muss. Denn klar ist, wenn die Angebote zuerst zwischen 50 und 90 Millionen Euro betragen haben, kann es jetzt um knapp 30 Millionen Euro nicht die gleiche Leistung geben!“, erklärt Klubobmann LA Bernhard Ernst.

LR Tilg: Nur Vorwürfe, keine Lösungen!

Entsetzt ist die Liste Fritz – Bürgerforum Tirol über die Attacken von ÖVP Landesrat Tilg gegenüber den Freiwilligen-Organisationen. Tilg meinte wörtlich, ihr“ Kirchturmdenken sei überholt“, sie hätten ein „Durcheinander verursacht“ und lange genug habe das Land „Doppelstrukturen finanziert“. Noch dazu hätten sie in ihrem Erstangebot „überhöhte und astronomische Stundensätze“ verrechnet.

„Ich lehne diese Attacken auf die Freiwilligen-Organisationen ab. Ich möchte allen freiwilligen Mitarbeitern Danke sagen. Mehr als 5.000 von ihnen arbeiten ohne Lohn nachts und am Wochenende. Tilg sagt immer, wie wichtig ihm die Freiwilligen sind. Das Gegenteil ist der Fall. In Vorarlberg, Kärnten oder der Steiermark sind die Freiwilligen im Rettungsgesetz niedergeschrieben, in Tirol haben Platter, Tilg und Co das nicht gemacht. Warum nicht, konnte Tilg heute nicht beantworten. Genauso wenig wie Fragen zum undurchschaubaren Berater-Netzwerk“, so LA Ernst.

Weitere Debatte von ÖVP, SPÖ und Bürgerklub verhindert

Gegen den Dringlichkeitsantrag der Liste Fritz – Bürgerforum Tirol und damit gegen eine weitere Debatte im Landtag haben heute die ÖVP, SPÖ und auch der Bürgerklub von Fritz Gurgiser gestimmt. Damit wird die Debatte über den Stopp der Ausschreibung des Tiroler Rettungswesens auf den nächsten Landtag im Mai verschoben. Falls es bis dahin nicht schon zu spät ist!

Die 3 Fritz-Landtags-Initiativen für den März-Landtag (24./25. März)