Zu viele Tiroler sind derzeit auf Arbeitssuche

“Jeder arbeitslose Tiroler ist einer zu viel!”

“Das Schicksal arbeitsloser Menschen berührt und beschäftigt uns nicht nur am Tag der Arbeitslosen und am Tag der Arbeit, sondern an 365 Tagen im Jahr. Es geht um jedes einzelne Schicksale und um viele Familien, jeder arbeitslose Tiroler ist einer zu viel! Die ständig steigenden Arbeitslosenzahlen mit mehr als 30.000 Tirolern ohne Arbeit beweisen, dass die von der schwarz-grünen Landesregierung gesetzten Maßnahmen zu wenig sind. Mit dem, was sie bis dato getan haben, werden Platter und Tratter die Arbeitslosigkeit in Tirol nicht in den Griff bekommen”, hält FRITZ-Klubobfrau Andrea Haselwanter-Schneider fest.

Schwarz-Grün fehlen Ziele, Visionen und Leidenschaft!

“Die Rekordarbeitslosigkeit in Tirol verlangt nach Rekordmaßnahmen und dafür braucht es Rekordmittel! Wir vermissen die kämpferische Ansage und die Vision dieser Landesregierung, sich für Vollbeschäftigung und ein Recht auf Arbeit für jeden Tiroler einzusetzen. Wir vermissen die Leidenschaft, der Fürsorgepflicht für die Menschen im Land nachzukommen. Und wir vermissen eine ambitionierte Zielsetzung, beispielsweise bis zum Ende der Legislaturperiode 20.000 arbeitslose Tiroler weniger zu erreichen. Man kann ein Ziel verfehlen, aber sich gleich gar keines zu setzen, ist ein Armutszeugnis!”, sieht Andrea Haselwanter-Schneider die Landesregierung gefordert.

Die Statistik der Arbeitslosen in Tirol verheißt nichts Gutes

Es braucht ein Konjunkturpaket für die Tiroler: Gesundheit, Pflege und Kinderbetreuung als Jobmotoren!

Die Liste Fritz – Bürgerforum Tirol wird die Rekordarbeitslosigkeit im Mai-Landtag mittels Mündlicher Anfrage “Rekordarbeitslosigkeit in Tirol: Wo bleibt das Konjunkturpaket für die Tiroler?” neuerlich zum Thema machen.

Andrea Haselwanter-Schneider mit Grafik zur Arbeitslosigkeit“Die Landesregierung steht in der Verantwortung und ist dreifach gefordert. Erstens als größter Arbeitgeber: Tirols Spitäler brauchen mehr Ärzte und mehr Pflegepersonal, die Altenwohn- und Pflegeheime sowie die Sozialsprengel brauchen mehr Personal, mit dem Recht auf einen Kinderbetreuungsplatz wird die Kinderbetreuung zum Jobmotor. Diese Leistungen und diese Jobs werden dringend gebraucht, die Landesregierung kann diese Arbeitsplätze schaffen. Zweitens legt die Landesregierung die Rahmenbedingungen fest: Wenn das Land selbst kaum Über-40-Jährige einstellt, braucht es nicht die Privatwirtschaft dazu auffordern. Wenn im Jahr 2014 von den Neuaufnahmen in den Landesdienst 84% unter 40 Jahre und nur 16% über 40 Jahre alt waren, handelt die Landesregierung nicht vorbildhaft”, meint Andrea Haselwanter-Schneider.

Photovoltaik fördern hilft den Menschen und der Umwelt!

“Es ist auch beschämend, wenn landeseigene Unternehmen Strafzahlungen in Millionenhöhe zahlen anstatt Menschen mit Behinderung einzustellen. Drittens hat die Landesregierung ihre Förderungen gezielt für arbeitsplatzschaffende Maßnahmen einzusetzen: Mit einer modernen Photovoltaik-Förderung etwa, die für 1.000 Haushalte 157.000 Euro pro Jahr an Kosten verursacht, könnten 10 bis 12 Millionen Euro an Investitionen der privaten Haushalte in Tirol ausgelöst werden. Das ist ein Konjunkturpaket für die Tiroler, das den Menschen, den regionalen Betrieben und der Umwelt zu Gute kommt. Arbeitslosigkeit bekämpfen ist machbar, die Rezepte und Ideen liegen am Tisch, aber die Landesregierung muss sich endlich zu einem Kraftakt aufraffen!”, verlang die FRITZ-Landtagsabgeordnete Andrea Haselwanter-Schneider.

Drei Eckpunkte für ein Konjunkturpaket für die Tiroler:

Viele Jobs können die Konjunktur ankurbeln1) Landesregierung ist größter Arbeitgeber:

  • Ärztestellen in Landes- und Bezirksspitälern fehlen
  • Pflegepersonal in Spitälern, in Alten- und Pflegeheimen sowie in den Tiroler Gesundheits- und Sozialsprengeln fehlt
  • Jobmotor Kinderbetreuung durch Recht auf einen Kinderbetreuungsplatz: Betreuungspersonal für ganztägige und ganzjährige Kinderbetreuung fehlt (ab Freitag Mittag geschlossen!)
  • Lehr- und Betreuungspersonal im Bildungsbereich fehlt

2) Landesregierungen legt Rahmenbedingungen fest:

  • Im Jahr 2014 waren 84% der Neuaufnahmen in den Landesdienst jünger als 40 Jahre
  • Ob Tiroler über 40 Jahre eine Chance bekommen, in den Landesdienst aufgenommen zu werden, entscheidet die Landesregierung
  • Derzeit bietet sie Tirolern über 40 Jahren kaum Chancen

3) Landesregierung hat Fördermaßnahmen in der Hand:

  • Jobmotor Energiepolitik: Statt eine Photovoltaik-Offensive aktiv zu fördern, würgt Schwarz-Grün dieses Konjunkturpaket für die Tiroler ab
  • Photovoltaik-Förderung neu: Mit 157.000 Euro jährlich könnten im Bereich privater Photovoltaik-Anlagen Investitionen in der Höhe von 10 bis 12 Millionen Euro ausgelöst werden (zum Wohl der Privaten, der regionalen Betriebe, der Arbeitsplatzsicherung und Arbeitsplatzschaffung und der Tiroler Umwelt)
  • Entspricht der Tiroler Energiestrategie: 30% Zuwachs beim Ausbau erneuerbarer Energien