Arbeitslose mit Schildern auf Arbeitssuche

Ende Jänner 2015: Mehr als 27.000 Tiroler ohne Arbeit!

“Die Zahl der Tiroler, die ohne Arbeit und in Schulung sind, ist im Jänner 2015 wieder deutlich auf inzwischen mehr als 27.000 Menschen gestiegen. Hinter diesen dramatischen Zahlen stehen die Schicksale von betroffenen Menschen und ihren Familien”, verweist Klubobfrau Andrea Haselwanter-Schneider auf die Menschen hinter den Statistiken.

Arbeitslosigkeit trifft besonders ältere Menschen, schlecht Ausgebildete und alle Regionen Tirols!

Besonders trist bleibt die Situation für schlecht Ausgebildete und für ältere Arbeitnehmer: Bei den mehr als 6.000 Tirolern über 50 Jahren steigt die Arbeitslosigkeit weiter stark, im vergangenen Monat um rund 12 Prozent. Ebenso bleiben auch Menschen, die länger als ein Jahr arbeitslos sind, mit einem Anstieg von aktuell rund 57 Prozent die klaren Verlierer. Auch regional gibt es – mit Ausnahme des Bezirkes Landeck – nur steigende Arbeitslosigkeit.

Fritz-Klubobfrau Andrea Haselwanter-SchneiderLandesregierung muss mehr tun!

“Angesichts dieser weiterhin dramatisch schlechten Entwicklung am Tiroler Arbeitsmarkt braucht es mehr Anstrengungen der schwarz-grünen Landesregierung, um Arbeit zu schaffen, Brückenarbeitsplätze anzubieten und den betroffenen Tirolern wieder Perspektiven und Hoffnung zu geben. Das Land Tirol kann selbst viel mehr tun, es steht direkt als Arbeitgeber in der Pflicht und indirekt dadurch, dass es für die Rahmenbedingungen wie Gesetze und Förderungen zuständig ist”, meint FRITZ-Klubobfrau Andrea Haselwanter-Schneider.

Liste FRITZ sieht schwarz-grüne Landesregierung dreifach in der Pflicht:

1) Das Land Tirol als Arbeitgeber:

“Das Land Tirol ist selbst als Arbeitgeber gefordert und muss noch mehr Personal, das dringend gebraucht wird, anstellen: Es fehlen etwa nach wie vor Planstellen für Ärzte und Pflegepersonal an der landeseigenen TILAK, es braucht mehr Personal für eine wirkliche ganztägige und ganzjährige Kinderbetreuung. Investitionen in die Pflege und Betreuung älterer Menschen daheim schaffen viele Arbeitsplätze, die dringend gebraucht werden. Es ist zudem grundfalsch und untragbar, wenn das Land Tirol als Arbeitgeber selbst keine Menschen, die über 40 Jahre alt sind, beschäftigen will, wie der Volksanwalt zu Recht kritisiert hat”, hält Andrea Haselwanter-Schneider kritisch fest.

2) Das Land Tirol gibt die Rahmenbedingungen fürs Wirtschaften vor:

“Das Land Tirol gibt die Rahmenbedingungen vor, beispielsweise über Gesetze und Förderungen. Kein Tiroler darf ohne Schul- und Berufsabschluss bleiben, diese 2. und 3. Chance muss allen ermöglicht werden. Derzeit ist das Nachholen des Hauptschulabschlusses etwa nur in Innsbruck und Kufstein möglich statt in allen Bezirken. Auch beim Nachholen des Lehrabschlusses in allen Bezirken braucht es eine Förderoffensive. Es kann auch nicht sein, dass Kinder in der 2. Klasse Hauptschule bzw. Neue Mittelschule ausschulen, weil sie die Schulpflicht erledigt haben”, meint die FRITZ-Klubobfrau.

Die Baumaschinen stehen still3) Das Land Tirol als Konjunkturmotor!

“Die Landesregierung muss mehr Initiative zeigen. Ein Tiroler Konjunkturpaket ist notwendig. Es braucht mehr öffentliche Investitionen und Anreize für die Wirtschaft. Schon längst beschlossene Bauprojekte als Konjunkturmotor zu präsentieren, wie sie die Landesregierung bei ihrer Klausur gemacht hat, heißt alten Wein in neue Schläuche zu füllen. Das genügt im Kampf gegen die steigende Arbeitslosigkeit in Tirol nicht mehr!”, sieht Andrea Haselwanter-Schneider dringenden Handlungsbedarf.

Wo bleibt der entschlossene Kampf gegen die steigende Arbeitslosigkeit? (Zum Vergrößern anklicken)

Arbeitslosenstatistik in Tirol 2014

Kampf der Arbeitslosigkeit: Politische Initiativen der Liste Fritz – Bürgerforum Tirol: