Haus auf Geldscheinen

„Das neue Raumordnungsgesetz entwickelt sich zum Rohrkrepierer. Vom ursprünglichen Gesetz ist wenig übrig geblieben, das den Tirolerinnen und Tirolern wirklich zu leistbarem Wohnen verhilft. Das ist ein Bauchfleck von Herrn Switak. Der Ausgangspunkt war, dass man die riesigen Flächen an gewidmetem und nicht bebauten Bauland mobilisiert, die Agrargemeinschaftsflächen an die Bürger gibt und letzten Endes auch in Tirol leistbares Wohnen möglich macht. Viele Tirolerinnen und Tiroler zahlen bis zur Hälfte ihres Einkommens nur fürs Wohnen, da ist der Landeshauptmann gefordert, kräftig gegenzusteuern“, erklärt LA Fritz Dinkhauser.

Die Politik ist gefragt – Gleiches Recht für alle!

Für die Liste Fritz – Bürgerforum Tirol ist leistbarer Grund und Boden der Maßstab für leistbares Wohnen. Dafür braucht es die Politik, dafür muss sie sorgen. Sonst braucht es keine Politik, sonst genügt der freie Markt.

 „In großen Teilen Tirols ist Wohnen heute nicht mehr leistbar. Erst recht, weil wir wissen, dass die Tiroler mit durchschnittlich 18.157 € das schlechteste Jahresnettoeinkommen in ganz Österreich haben. Für die große Zahl der Tirolerinnen und Tiroler ist es daher ein Gebot der Stunde, leistbaren Grund und Boden zur Verfügung zu stellen. Vorgezogene Erschließungskosten sind ein Weg zur möglichen Mobilisierung von Bauland. Aber es funktioniert nicht, wenn es für jede ÖVP Interessensgruppe – einmal die Bauern, einmal die Wirtschaft – Ausnahmen geben soll. Wieder lassen die Seilschaften und Lobbys ihren Einfluss spielen und schreien nach Ausnahmen für ihre Klientel. Sie sind nicht bereit für die Allgemeinheit etwas zu leisten. Wer soll die Kosten dann tragen, nur mehr die Arbeiter und Angestellten, Herr Landeshauptmann und Herr Switak?“, will LA Dinkhauser wissen.

Mobilisierung ist möglich – Oberösterreich zeigt es vor!

Für die Liste Fritz – Bürgerforum Tirol sind bei der Maßnahme der vorgezogenen Erschließungskosten noch viele Details offen und noch viele Fragen ungeklärt. Allerdings hat das Beispiel Oberösterreich gezeigt, dass die Mobilisierung funktionieren kann. Die Liste Fritz – Bürgerforum Tirol hat in ihrem Ideenpapier zum leistbaren Wohnen an Landesrat Switak auch die vorgezogenen Erschließungskosten verlangt.

 „Wohnen wird in den nächsten Jahren noch teurer werden, weil viele Anleger und Spekulanten ihr Geld in Immobilien sowie in Grund und Boden investieren. Das können nur diejenigen, die Geld haben. Sozialpolitisch ist das dramatisch. Im Land regiert die Lobbypolitik, aber die Politik muss denen helfen, die sich selber nicht helfen können, die anderen richten es sich ohnehin“, verlangt LA Dinkhauser.

Bild: Ernst Rose/ pixelio.de