Tabletten

In Tirol leiden schätzungsweise 3.000 Kinder unter psychischen Erkrankungen. Aber nur für 75 von ihnen übernehmen die Krankenkassen die vollen Behandlungskosten.

Zur Zeit gibt es allerdings eine sprunghaften Anstieg von folgenden Krankheitsbildern: psychosomatische Erkrankungen wie Bettnässen, Schlaf- und Essstörungen, Depression, Angst, Panikattacken oder Suchtverhalten (Drogen, Alkohol).

Eckpfeiler für gesunde Kinderseelen!

„Gesunde Beziehungssysteme zu Eltern, Geschwistern, Familienmitgliedern und Freunden, kindgerechte Schulen, sinnerfüllte Freizeitgestaltung sind nur einige Eckpfeiler, um einer Kinderseele eine gesunde Entwicklung zu ermöglichen. In Tirol sind 20.000 Kinder armutsgefährdet. Ihre Eltern, oftmals alleinerziehend, leben im ständigen Druck, den Alltag zu bewältigen und ein Haushaltseinkommen zu sichern, dass ein (Über-)Leben ermöglicht“, erklärt LA Bernhard Ernst.

Armut erhöht psychischen Druck massiv!

„Dazu kommt, dass immer mehr Eltern unter starker psychischer Belastung leben. Biographien mit Alkohol und Drogen gehören ebenso zum Bild wie innerfamiliäre Gewalt. Besonders zu berücksichtigen ist die Tatsache, dass die Elten der betroffene Kinder vielfach an der Armutsgrenze oder bereits latent in Armut leben. Und nunmehr durch die familienfeindlichen Auswirkungen der ÖVP-SPÖ Sparpolitik zusätzlich Geld verlieren“, stellt LA Ernst fest.

Krankenkasse verspricht Besserung!

LA Ernst verweist auf Aussagen des TGKK-Obmannes, Michael Huber, der ausdrücklich zugesagt hat, dass er sich massiv für die Bezahlung von Therapiekosten für Kinder einsetzen wird. ‘“Diese werden wir in Tirol realisieren“, so Huber anlässlich der Podiumsdiskussion im Rahmen der Tagung Armut und Gesundheit veranstaltet von AVOMED und CARITAS.

ÖVP-Landesrat Tilg am Zug – Kinder haben Recht auf Hilfe!

„Jetzt ist ÖVP-Landesrat Tilg gefordert, dieses Angebot in konkrete Ergebnisse über zu führen. Kinder haben ein Anrecht auf Hilfe. Je früher die Angebote greifen, desto geringer ist der Aufwand und die lebenslangen Folgekosten werden entscheidend reduziert. Das Ziel muss die Entwicklung einer seelisch stabilen Persönlichkeit sein. Ich erwarte mir von LR Dr. Tilg, dass er bereits für das Jahr 2011 entsprechende verbindliche Regelungen abschließt und damit ab 1.1.2011 Kinder einen Anspruch auf die Rückerstattung bzw. die Übernahme für Psychotherapiekosten erhalten“, sagt LA Ernst.