UMIT Hall Außenansicht

Der Österreichische Akkreditierungsrat (ÖAR) hat der Privatuniversität UMIT, die zu 100% im Besitz des Landes Tirol steht, für das Doktoratsstudium Gesundheitswissenschaften die Zulassung aberkannt. Rund 250 Studierende sind betroffen.

„Es geht um Machtpolitik, nicht um Bildungspolitik! Es findet ein persönlicher Machtkampf auf dem Rücken hunderter Mitarbeiter und mehr als 1.000 Studierender statt. Die Landesregierung trägt die volle Verantwortung für die Privatuniversität UMIT in Hall übernehmen. Die Landesregierung als 100% Eigentümer muss eventuelle Missstände untersuchen und beseitigen, aber gleichzeitig den Ruf der Privatuniversität UMIT und vor allem des Bildungsstandortes Tirol wahren!“, stellt LA Fritz Dinkhauser unmissverständlich klar.

Drei Forderungen für die Zukunft der UMIT!

Daher bringt die Liste Fritz – Bürgerforum Tirol im Landtag einen Dringlichkeitsantrag ein, mit drei konkreten Forderungen:

  1. Die Landesregierung muss im Falle, dass der Aberkennungsbescheid des Österreichischen Akkreditierungsrates (ÖAR) rechtskräftig wird, die Verantwortlichen der UMIT beauftragen, diesen sofort zu beeinspruchen und aufschiebende Wirkung zu beantragen.
  2. Die Landesregierung muss ein Verfahren zur Klärung einer allfälligen Verschuldensfrage einleiten. Für den Fall, dass den Studiengangsleiter keine Schuld trifft, ist der Betroffene zu rehabilitieren und wieder einzustellen.
  3. Die Landesregierung muss generell die notwendige Finanzierung der Privatuniversität UMIT sicherstellen.

Platter, Tilg & Co. – Verantwortung übernehmen statt Kindesweglegung betreiben!

„Die vom Österreichischen Akkreditierungsrat, ÖAR, erhobenen Vorwürfe, wonach das vorgeschrieben Betreuungsverhältnis 1:6, also ein Professor betreut sechs Studenten, nicht eingehalten sei, sind nachweislich seit der Zeit von Rektor Bernhard Tilg bekannt. Tilg war damals als Rektor zuständig und ist heute als ÖVP Landesrat für Wissenschaft verantwortlich. Laut uns vorliegendem Schreiben des ÖAR war Rektor Tilg informiert, in seiner Zeit hat die Untersuchung des ÖAR begonnen und ist das Problem nicht behoben worden. Seither und bis heute haben Landeshauptmann Platter, Tilg & Co. ihre Verantwortung nicht wahrgenommen. Sie können jetzt nicht Kindesweglegung betreiben und versuchen sich aus der Verantwortung zu stehlen. Das werden wir nicht zulassen“, erklärt LA Dinkhauser.

Bildungspolitischen Flächenbrand vermeiden!

Generell muss klar sein, dass der ÖAR von allen 18 Studiengängen nur einen Studiengang bekrittelt hat. Im Sinne der Mitarbeiter, der Studierenden und des gesamten Bildungsstandortes Tirol darf man nicht die gesamte UMIT schlecht reden.

„Ich fürchte einen bildungspolitischen Flächenbrand, wenn das so weiter geht. Dann leidet nicht nur das Image der Privatuniversität UMIT, dann geraten auch die Universität Innsbruck, die Medizinische Universität Innsbruck, das Management Center Innsbruck und die Fachhochschule Kufstein in Verruf. Die zögerliche Haltung von Platter, Tilg & Co. schadet dem gesamten Bildungsstandort Tirol, das ist das schlimmste überhaupt!“, ist LA Dinkhauser verärgert.