Ein Zug in Osttirol

Geplantes Aus für Zug-Direktverbindung schon vor der Landtagswahl paktiert!

Was sich vor der Landtagswahl abgezeichnet hat, soll jetzt also durchgezogen werden. Der Verkehrsverbund Tirol (VVT) will den Osttirolern die Zug-Direktverbindung Lienz-Innsbruck streichen.

“Ich habe vor der Landtagswahl von allen kandidierenden Parteien ein Bekenntnis für die Zug-Direktverbindung eingefordert, warum es keine Partei außer der Liste Fritz abgeben wollte wird jetzt augenscheinlich. Die Einstellung des sogenannten Korridorzuges war vom damals zuständigen ÖVP-Landesrat Steixner längst gegessen, sie ist nicht letzte Woche gefallen. Aber die politisch Verantwortlichen haben die Osttiroler Bevölkerung vor der Wahl für dumm verkauft, um sich deren Stimmen zu sichern und jetzt über ihre Interessen drüber zu fahren”, ist FRITZ-Bezirkssprecher Markus Sint überzeugt.

Direktzug Lienz-Innsbruck ist notwendig!

“Als seit 29 Jahren zwischen Osttirol und Nordtirol hin- und herpendelnder Bürger kann ich sagen, dass die geplante Einstellung der Zug-Direktverbindung nichts mit Nostalgie zu tun hat, sondern notwendig ist. Wie heikel die verkehrsmäßige Anbindung für die Osttiroler ist, zeigt sich gerade jetzt mit der unterbrochenen Felbertauernstraße”, berichtet Sint.

Landespolitik muss Verkehrsverbund mit Weiterführung beauftragen!

“Klar ist, der Verkehrsverbund Tirol ist ein zu 100% im Besitz des Landes Tirol stehendes Unternehmen und hat daher die Vorgaben des Landes zu erfüllen. Wenn die Zug-Direktverbindung für die schwarz-grüne Landesregierung Priorität hat, dann ist die geplante Einstellung jederzeit rückgängig zu machen. Nichts anderes verlangen wir!”, erklärt Bezirkssprecher Markus Sint.

Alle Fakten auf den Tisch

Für die Liste Fritz – Bürgerforum Tirol sind die für die geplante Einstellung bisher vorgebrachten Argumente nicht schlüssig. Es gehören alle Fakten auf den Tisch.

“Der sogenannte Korridorzug ist meines Wissens Teil des Staatsvertrages mit Italien. Warum jetzt plötzlich die Kosten explodieren sollen und zu wenig Kapazität auf der Schiene – die vertraglich zugesichert sein muss – vorhanden sein soll, ist nicht nachvollziehbar. Ohne Zustimmung der Tiroler Landesregierung kann die Zug-Direktverbindung Lienz-Innsbruck nicht vom südtiroler bzw. italienischen Bahngleis verdrängt werden. Die Landespolitik muss mit den Osttirolern offen reden, es gehören alle Fakten auf den Tisch”, verlangt Markus Sint mehr Offenheit.

Parteiübergreifende Initiative für Zug-Direktverbindung notwendig

“Die von den Osttirolern so zahlreich in den Tiroler Landtag gewählten Abgeordneten von ÖVP, SPÖ, FPÖ sowie die in der Regierung sitzenden Grünen müssen jetzt eine parteiübergreifende, gemeinsame Initiative setzen und die Landesregierung bzw. den VVT als ausführende Gesellschaft mit der Weiterführung der Zug-Direktverbindung beauftragen. Alles andere ist ein Schlag ins Gesicht der Osttiroler Bevölkerung und nicht zu akzeptieren!”, stellt Markus Sint fest.

Zum Nachlesen – Liste Fritz für Erhalt des Korridorzuges: