Hubschrauber Rettung

„Das von den Notärzten verkündete Aus für die Notarztversorgung hat sich seit eineinhalb Jahren abgezeichnet. Landeshauptmann Platter, Gesundheitslandesrat Tilg, die Krankenkassen – alle Beteiligten wussten das und haben keine Lösung gesucht. Das ist unverantwortlich, zeugt von absoluter Unfähigkeit und ist grob fahrlässig! Die Notärzte haben schon für das Jahr 2010 nur unter der Bedingung, dass die Politik eine rechtlich korrekte und saubere Lösung anbietet, zugestimmt. Platter, Tilg & Co. haben zu verantworten, dass es keine Lösung mit den Notärzten für die Notarztversorgung der Bevölkerung und der Touristen gibt!“, erklärt Klubobmann LA Bernhard Ernst.

Aus für Notarztversorgung: Dramatische Folgen…

Die Liste Fritz – Bürgerforum Tirol zeigt die Folgen durch das Aus für eine flächendeckende Notarztversorgung am Beispiel des Busunfalls in Sölden auf.

„Die Rettungsmaßnahmen beim tragische Busunfall auf der Gletscherstraße in Sölden wird künftig völlig anders ablaufen. Jetzt waren nach der Alarmierung Feuerwehr, Rettung und Notärzte innerhalb kürzester Zeit vor Ort. 15 Notärzte, 5 Hubschrauber und dutzende Sanitäter und Feuerwehrleute haben innerhalb kürzester Zeit Erste Hilfe für die Schwerverletzten leisten können”, weiß LA Ernst.

…am Beispiel des Busunfalls in Sölden!

“Künftig werden beim selben Unfallszenario maximal die Notärzte in den Hubschraubern zum Einsatz kommen können. Die anderen Notärzte gibt es ab Anfang Jänner nicht mehr! Das gilt künftig im gesamten Oberland bei Autounfällen, Lawinenunglücken oder Arbeitsunfällen. Zum totalen Problem wird das, wenn die Hubschrauber nicht mehr starten können, etwa wegen massiven Schlechtwetters“, stellt LA Ernst fest.

ÖVP und SPÖ: Unverantwortlich, unfähig, fahrlässig!

ÖVP und SPÖ haben die Kompetenz für die Notarztversorgung durch das neue Rettungsgesetz von den Gemeinden an das Land gezogen. Sie haben bis heute keinen Ansprechpartner für die Notärzte namhaft gemacht, geschweige denn eine zufriedenstellende Lösung zusammengebracht.

„Landeshauptmann Platter hat es verabsäumt, eine Allianz der Bundesländer in der Frage der Notarztversorgung zu schmieden. Das Bundesland Wien ist genauso betroffen. Beim Streit über Lehrerzuständigkeiten zeigen die ÖVP Landeshauptleute Muskeln, in der Frage der Notarztversorgung schweigen Platter und Co. betreten. Die Notarztversorgung für die Tiroler Bevölkerung und die Touristen ist sicherzustellen!“, verlangt LA Ernst.