Diabetes

Jedes Jahr am 14. November ist der Weltdiabetestag der Vereinten Nationen. Daher gibt es an diesem Tag weltweit Aktionen, um für die Diabetes-Vorsorge zu werben.

Trotz Beschluss fehlt Vorsorgeprogramm

„Die Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus) ist im steigenden Maße eine der häufigsten chronischen Erkrankungen des Kinder- und Jugendalters. Ich habe im vergangenen Jahr einen Antrag im Landtag eingebracht, um erstens auch für die Tiroler Schulen erstmalig am 14. November 2012 einen Aktionstag für die Diabetesvorsorge ins Leben zu rufen und zweitens ein langfristiges Vorsorgeprogramm zur Diabetesbekämpfung zu entwickeln. Beide Vorschläge hat der Tiroler Landtag einstimmig angenommen und damit die ÖVP-SPÖ Landesregierung mit der Umsetzung beauftragt. Allein auch 2013 findet weder ein Aktionstag an den Tiroler Schulen statt noch haben wir seit einem Jahr irgendeinen Fortschritt gesehen, was ein entsprechendes Vorsorgeprogramm betrifft!“, zeigt sich LA Andrea Haselwanter-Schneider enttäuscht.

Der beschlossene Antrag im Wortlaut

Die Liste Fritz – Bürgerforum Tirol hat vor einem Jahr konkret folgendes beantragt:

„Die Landesregierung wird aufgefordert,

1) einen Aktionstag „Diabetesprävention” in den Tiroler Schulen für den 14. November 2012 inhaltlich zu planen und abzuhalten sowie

2) ein Konzept zur Integration der Diabetesprävention in die Vorsorgeprogramme von Kindergärten und Schulen auszuarbeiten und ein entsprechendes Pilotprojekt zu starten.”

“Im Jahr 2012 hat mir die Landesregierung erklärt, es sei zu kurzfristig gewesen, um einen Aktionstag zu planen. Aber auch ein Jahr danach ist nichts passiert. Das ist ärgerlich für unsere politische Arbeit, aber vor allem eine Geringschätzung der betroffenen Menschen und ein ganz kursichtige Politik. Alle Experten wissen, dass jeder Euro in der Vorsorge zig Euro in der Krankenbehandlung spart!”, versteht Andrea Haselwanter-Schneider eine solche Politik nicht.

Zum Nachlesen:

  • Antrag “Diabetes Prävention bei Kindern und Jugendlichen”

Durch Vorsorgeprogramm Leid ersparen

„Es geht hier um eine ernstzunehmende Krankheit, die gerade bei Kindern und Jugendlichen im Vormarsch ist. Ein Aktionstag soll und kann das verstärkt ins Bewusstsein bringen und konkrete Vorsorgeprogramme können vielen Familien menschliches Leid ersparen. Einen solchen Antrag zu beschließen und seinen Inhalt dann einfach zu ignorieren, obwohl gut ein Jahr Zeit zur Umsetzung war, zeugt von der Abgehobenheit dieser Landesregierung. Das ist eine Missachtung der Betroffenen und aller Abgeordneten des Landtages und es ist eine Blamage und Politfarce sondergleichen“, zeigt sich LA Haselwanter-Schneider schwer verärgert.

Foto: Michael Horn, pixelio.de