Einsatzfahrzeug Notarzt

Das Tiroler Rettungswesen wird zum Notfall! Der bei der europaweiten Ausschreibung des heimischen Rettungswesens unterlegene dänische Konzern FALCK unternimmt jetzt rechtliche Schritte gegen das Land Tirol. Auslöser sind Millionen-Nachzahlungen an die Tiroler Bietergemeinschaft.

Der Anfang vom Rettungsdebakel: ÖVP drückt EU-weite Ausschreibung durch!

“Diesen GAU beim Rettungswesen verantworten der zuständige ÖVP-Landesrat Tilg und Regierungschef Platter in vollem Umfang. Die von ihnen gegen unsere Warnungen durchgedrückte europaweite Ausschreibung des heimischen, gut funktionierenden Rettungswesens ist in ganz Österreich einmalig, kein anderes Bundesland hat sein Rettungswesen zum Spielball einer Ausschreibung gemacht”, berichtet LA Bernhard Ernst.

Verunsichert: Bürger. Freiwillige. Rettungsvereine. Ärzte.

“Die Politik von Platter und Tilg erschüttert und verunsichert seit mehr als drei Jahren die Rettungsvereine, die tausenden Freiwilligen, die angestellten Mitarbeiter, die niedergelassenen Ärzte und die Tiroler Bürger”, ist LA Bernhard Ernst verärgert.

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“Diese Landesregierung ist nicht zu retten”

Bernhard Ernst vor einem RettungswagenMisstrauensantrag gegen ÖVP-LR Tilg in Vorbereitung

“Das Maß ist voll, dieses Debakel der Sonderklasse schadet dem Land und den Bürgern. Wir werden mit den anderen Parteien über einen Misstrauensantrag gegen den zuständigen ÖVP-Landesrat Tilg und die Politik Platters verhandeln. Es reicht!“, erklärt Klubobmann LA Bernhard Ernst.

Teurer und schlechter statt besser und billiger

Für die Liste Fritz – Bürgerforum Tirol haben sich die befürchteten, negativen Folgen eingestellt und sind im Tiroler Rettungssystem sichtbar und für die Patienten spürbar.

“Platter und Tilg haben das Rettungswesen – anders als versprochen – teurer und schlechter statt besser und billiger gemacht. So ist die Qualität des Rettungswesens schlechter geworden, weil die Wartezeiten für Patienten länger sind, weil Rettungsfahrzeuge aus den Regionen abgezogen werden und weil etwa Notarzteinsatzfahrzeuge (NEF) nicht mehr 24 Stunden besetzt werden können. Weil die Versorgung am Boden derartig hapert, kommt immer öfter das teuerste System, die Rettung per Hubschrauber, zum Einsatz”, berichtet Landtagsabgeordneter Bernhard Ernst.

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Immer weniger Freiwillige

“Dazu kommt, dass sich Freiwillige frustriert abwenden und weniger neue dazukommen, so hat sich bei Kursen im Oberland die Teilnehmerzahl schon halbiert. Die Folgen: Je weniger Freiwillige Dienst tun und je öfter Hubschrauber als teuerstes Rettungssystem notwendig sind, desto teurer wird das Rettungswesen insgesamt und desto mehr steigen die Kosten für die Tiroler Steuerzahler weiter“, erläutert der langjährige Rettungssanitäter Bernhard Ernst.

Weitere Nachzahlungen notwendig?

“Weil die Vergabe zu einem politischen Preis erfolgt ist und die Rettungsgesellschaft mit dem Geld nicht auskommt, greifen Platter und Tilg den Steuerzahlern wieder in die Tasche. Einmalig werden jetzt sechs Millionen nachgeschossen und dann jedes Jahr knapp fünf Millionen. Keiner weiß, ob es damit dann wirklich getan ist, ob das Ende der finanziellen Fahnenstange erreicht ist. Wir verlangen von ÖVP-Landesrat Tilg daher eine Garantie, dass es keine weiteren Millionen-Nachzahlungen mehr brauchen wird“, meint LA Bernhard Ernst.