Frontalcrash Rettungswagen
„Platter, Tilg und Co. haben einen Frontalcrash beim Rettungswesen verursacht. Mit der Neuausschreibung des Rettungsdienstes bestätigen sie unsere Kritik voll und ganz. ÖVP und SPÖ haben für einen immensen Schaden gesorgt, sie haben die Betroffenen und die Bevölkerung verunsichert und den Ruf der Rettungsorganisationen beschädigt, indem sie sie als geldgierige Abcasher hingestellt haben. Sie haben tausende Freiwillige vor den Kopf gestoßen“, fasst Klubobmann LA Bernhard Ernst die dilettantische Vorgangsweise der Landesregierung zusammen.

Liste FRITZ: Appell mit Brief an Bürgermeister!

Für die Liste Fritz – Bürgerforum Tirol sind die handelnden Personen, allen voran Landesrat Tilg, glatt gescheitert. Laut Bundesverfassung (BVG, Artikel 118, Abs. 3, Punkt 7) sind für das Rettungswesen die Bürgermeister verantwortlich.

„Die Zeit wird knapp. Ich habe die 46 Bürgermeister und Gemeinderäte, die eine Orts- oder Bezirksstelle haben, in einem persönlichen Brief aufgefordert, die Notbremse zu ziehen. Sie können durch einen konkreten Gemeinderatsbeschluss das Rettungswesen mit seinen tausenden freiwilligen Mitarbeitern, die Orts- und Bezirksstellen und die Notarztversorgung mit den niedergelassenen Notärzten absichern“, erklärt LA Ernst.

Rettungsdienst, Notazrtversorgung und Flugrettung betroffen!

Die dilettantische Vorgangsweise betrifft inzwischen nicht nur den Rettungsdienst, sondern auch die Notarztversorgung und die Flugrettung. In allen drei Bereichen dominieren hochbezahlte Berater statt erfahrener Praktiker, in allen drei Bereichen werden bestehende, gut funktionierende Hilfseinrichtungen nicht weiter entwickelt, sondern zerschlagen und in ihrer Existenz gefährdet.

Neuausschreibung verursacht jetzt noch einmal enorme Kosten!

„Die Landesregierung hat die Rettungsorganisationen geradezu gezwungen öffentliche Gelder statt für die Gesundheitsversorgung der Tiroler Bevölkerung in ein sinnloses Ausschreibungsverfahren zu stecken. Das Angebot der Tiroler Bietergemeinschaft, hinter der die vier renommierten Rettungsorganisationen stehen, ist 4.000 Seiten stark und hat bisher Kosten von weit mehr als 600.000 Euro verursacht. Das Ansinnen der Landesregierung das Tiroler Rettungswesen kostengünstiger zu machen ist schon heute gescheitert. Wenn es noch einen Beweises gebraucht hätte, dann hat ihn die Landesregierung mit der Neuausschreibung des Rettungsdienstes geliefert“, so LA Ernst.