Rettungssanitäter bei der Arbeit

Rettungswesen: Tiroler Steuerzahler mussten 11,2 Mio. € in zweieinhalb Jahren nachschießen!

“Die vorliegenden Zahlen zum Tiroler Rettungswesen bestätigen, wovor wir immer gewarnt haben. Die Ausschreibung des bodengebundenen Rettungswesens samt Vergabe um einen politischen Preis geht voll zu Lasten der Tiroler Steuerzahler. Nach Ausschreibung und Zuschlag an die Rettungsgesellschaft mussten die Tiroler Steuerzahler innerhalb von zweieinhalb Jahren ebendieser Rettungsgesellschaft insgesamt 11,2 Millionen Euro nach- und zuschießen. Wenn Landeshauptmann Platter und der zuständige Landesrat Tilg angesichts dieses Millionen-Rettungsdesasters noch immer von einer gelungenen Reform reden, dann glauben sie wohl, die Tiroler vollends für dumm verkaufen zu könne”,  stellt Klubobfrau LA Andrea Haselwanter-Schneider fest.

Rettungsgesellschaft trotzdem mit 3,8 Mio. € verschuldet: Wer bezahlt das?

“Nicht zu vergessen ist, dass trotz dieser Millionenspritzen durch die Steuerzahler die Rettungsgesellschaft nach wie vor einen riesigen Schuldenrucksack von 3,8 Millionen Euro mit sich schleppt. Nachdem die Bezirke nicht mehr in der Lage und bereit sind, diese Schulden zu schultern, bleiben nur zwei Möglichkeiten zum Schuldenabbau: Die Leistungen für die Tiroler Patienten durch ein Sparprogramm weiter zu kürzen oder irgendwann wieder das Geld der Tiroler Steuerzahler herzunehmen. Die Platter-Regierung hat das Tiroler Rettungswesen nicht billiger und besser, sondern teurer und schlechter gemacht!”, führt Andrea Haselwanter-Schneider aus.

Zum Nachlesen:

Andreas Brugger und Andrea Haselwanter-Schneider von der Liste FritzFlugrettung: Millionenteure Fehler nicht wiederholen!

Die Liste Fritz – Bürgerforum Tirol warnt die Landesregierung angesichts des Debakels bei der europaweiten Ausschreibung des bodengebundenen Rettungswesens davor, bei der angekündigten europaweiten Ausschreibung der Flugrettung dieselben Fehler zu wiederholen.

“Wenn die Landesregierung eine europaweite Ausschreibung der Flugrettung will, dann muss sie den Menschen offen sagen und es politisch durchstehen, dass auch ein ausländischer Anbieter den Zuschlag erhalten kann. Tricksereien während des Ausschreibungsverfahrens, eine Vergabe zu einem politischen Preis und Millionen-Geldspritzen hinterher sind den Tirolern nicht noch einmal zuzumuten”, sind die FRITZ-Landtagsabgeordneten Andrea Haselwanter-Schneider und Andreas Brugger überzeugt.

Unabhängioge Bedarfsprüfung notwendig: Wie viele Hubschrauber braucht es in Tirol?

“Die Landesregierung soll den zweiten Schritt auch nicht vor dem ersten machen, sie muss daher zuallererst mit unabhängigen Experten den tatsächlichen Bedarf bei der Flugrettung für Tirol erheben. Wie viele Hubschrauber braucht es zur Versorgung der einheimischen und ausländischen Patienten im Winter und wie viele im Sommer? Welchen technischen und medizinischen Standard will man haben und was darf das die Steuerzahler kosten? Erst dann stellt sich seriöser Weise die Frage, ob die Landesregierung die Flugrettung europaweit ausschreiben oder mit den bisher tätigen Unternehmen Leistungsverträge abschließen soll”, erklärt Andrea Haselwanter-Schneider.