Postamt

„Auch wenn mich ein Erfolg für Tirol sehr gefreut hätte, aber das war ein Gipfel ohne Gipfelsieg. Kein zur Schließung angemeldetes Postamt in Tirol wird jetzt nach dem Postgipfel von LH Platter und Postmanager Götz nicht geschlossen. Kein schon geschlossenes Postamt wird jetzt nach dem Postgipfel wieder aufsperren. Worüber jetzt noch verhandelt wird, ist nicht mehr als ein Rumpfbestand, ein letzter Rest von noch offenen Postämtern. Da brennt das Haus und ist zur Hälfte schon abgebrannt und Platter lädt den Brandstifter zum Gespräch. Voller Einsatz und überzeugter Kampf schauen anders aus!“, stellt LA Dinkhauser klar.

Kahlschlag total: Von 210 Postämter (2002) auf gerade noch 71 (2010)!

Für die Liste Fritz – Bürgerforum reicht das Ergebnis dieses so genannten Postgipfels nicht zum Jubilieren. Von den 210 Postämter hat das Postmanagement seit 2002 in Tirol 110 geschlossen, 97 gibt es noch und weitere 26 sind schon zur Schließung bei der Regulierungsbehörde angemeldet. Die meisten davon werden auch geschlossen werden. So bleiben für Tirol nach derzeitigem Stand 71 Postämter übrig. Wie viele die Postmanager davon noch zusperren wollen, ist offen.

„Falls das Postmanagement vom Rumpfbestand der 71 Postämter weitere zusperren will, muss es künftig dem Land die Zahlen vorlegen. Das ist ein Erfolg, den die Postgewerkschaft durch ihren hartnäckigen Einsatz verbuchen konnte. Bisher hat das Postmanagement so genannte Wirtschaftlichkeitsberechnungen vorgelegt, die man nicht überprüfen konnte”, so LA Dinkhauser.

Zweifel an Post-Phantasiezahlen mit Antrag im Landtag begegnet!

“Wir haben diese Phantasiezahlen der Postmanager in Wien seit langem angezweifelt und deshalb schon im November 2008 einen Stopp beim Kahlschlag der Postämter im Landtag initiiert und gemeinsam mit allen anderen Parteien einstimmig beschlossen. Damals hätten Platter, Gschwentner und Co. noch viele Postämter retten und für die Bevölkerung erhalten können, aber ganz offensichtlich hat sich die ÖVP-SPÖ Landesregierung nur halbherzig eingesetzt und solange zugewartet bis nicht mehr viele Postämter übrig sind“, sagt LA Dinkhauser.

Postämter-Schliessung kostet Arbeitsplätze und ist Verrat an den Bürgern!

„Abgesehen vom Verrat an den Bürgern, ihnen haben die Postmanager wie Bundes- und Landespolitiker wiederholt zugesichert, dass kein weiteres Postamt mehr geschlossen wird, geht es mir um die betroffenen Mitarbeiter, die ihren Arbeitsplatz verlieren. Es ist auch ein Anschlag auf die Bürger, besonders im ländlichen Raum, die genötigt werden, kilometerweit zum nächsten Postpartner zu pilgern, nur um ein Paket oder einen Brief entgegen zu nehmen“, sagt LA Dinkhauser.