Piz Val Gronda

“Die Landesregierung wird die Erschließung des Piz Val Gronda in Ischgl genehmigen. Gut ist, dass damit ein schon ewig dauerndes Verfahren endlich abgeschlossen ist und alle Beteiligten eine Entscheidung haben. Schlecht ist, dass Noch-SPÖ-Naturschutzlandesrat Gschwentner die Entscheidung wenige Tage vor seinem Abgang verkündet”, stellt LA Fritz Dinkhauser klar.

Ja zu Piz Val Gronda als Gschwentners Eintrittskarte in die Neue Heimat?

“Der bittere Beigeschmack, dass eine persönliche Absicht dahintersteckt, ist nicht wegzudiskutieren. Noch dazu, wo in ein paar Tagen ein neuer SPÖ-Landesrat angelobt wird, der als Präsident der Naturfreunde – die Instanz in der SPÖ bei Naturschutzfragen – hohe Kompetenz in der Sache hat. Politisch scheint das Gschwentners Abschiedsgeschenk an Platters schwarze Reichshälfte zu sein und gleichzeitig Gschwentners Eintrittskarte als neuer Direktor der Neuen Heimat. Die Wohnbaugesellschaft steht bekanntlich je zur Hälfte im Eigentum des Landes und der Stadt Innsbruck. Die ÖVP macht dort die Direktoren”, sieht LA Fritz Dinkhauser einen politischen Deal.

Skigebietsplan Ischgl

Schigebietsplan Ischgl zum Vergrößern anklicken (Quelle: ischgl.com)

Konstruierte Argumente für Ja zu Piz Val Gronda!

Das Projekt zur Erschließung des Piz Val Gronda hat die Landesregierung zuletzt im Jahr 2007 abgelehnt.

“Die heute vorgebrachten Argumente, wonach nur zwei statt drei Seilbahnstützen errichtet werden dürfen, die Seilbahntrasse geändert wurde und schützenswerte Pflanzen und Tiere jetzt weniger betroffen sind sowie das Argument, dass die jetzige Lawinensicherung ein geringerer Natureingriff ist als im abgelehnten Projekt aus dem Jahre 2007, all diese Argumente klingen sehr nach Kosmetik. Auch das Argument, wonach die Piz Val Gronda-Erschließung zur positiven Entwicklung der Region und der damit verbundenen Arbeitsplätze beitrage, scheint konstruiert”, meint Fritz Dinkhauser.

Tourismus im Paznauntal: Winter stark, Sommer schwach…

Für die Liste Fritz – Bürgerforum Tirol hat die Region Paznauntal – laut vorliegenden Nächtigungsstatistiken – keinen wesentlichen Nachholbedarf im Wintertourismus, wohl aber im Sommertourismus.

“Laut Zahlen des Landes Tirol war der Tourismusverband Paznaun-Ischgl bei den Winternächtigungen 2009/10 an zweiter Stelle der nächtigungsstärksten Tourismusverbände Tirols. Allerdings nur an 24. Stelle was die Nächtigungszahlen im Sommer 2010 anbelangt!”, verweist Dinkhauser auf die Zahlen des Landes.

Für Ganzjahresarbeitsplätze braucht es Impulse im Sommertourismus!

“Wenn die Region und die Politik also das Ziel einer verbesserten Ganzjahresauslastung und die Schaffung von Ganzjahresarbeitsplätzen im Tourismus verfolgen würden, dann müssten Projekte starten, die den Sommertourismus ankurbeln. Dass dies geht und wie es geht, zeigt das Ötztal. Der Ötztal Tourismus ist Spitzenreiter im Wintertourismus und liegt an 4. Stelle bei den Nächtigungen im Sommer 2010”, erklärt LA Fritz Dinkhauser.

Zum Nachlesen: Top 15 der nächstigungsstärksten TVB

Foto: TU Wien