Der Photovoltaik-Ausbau muss gefördert werden

TIWAG kürzt Photovoltaik-Förderung dreimal in drei Jahren!

“Die Aktionen des Landesunternehmens TIWAG, dreimal innerhalb von drei Jahren den Einspeisetarif für kleine, private Photovoltaik-Anlagen zu kürzen, nämlich von 15 Cent auf 12 Cent auf 9 Cent und aktuell auf 3,5 Cent, sind pures Gift für eine junge noch auf Förderungen angewiesene Technologie, wie die Photovoltaik. Da trampelt die TIWAG das zarte Pflänzchen Photovoltaik mutwillig in Grund und Boden”, kritisiert FRITZ-Landtagsabgeordnete Andrea Haselwanter-Schneider die Vorgangsweise des Landesunternehmens TIWAG.

Im Wortlaut:

Verärgerung und Verunsicherung bei Bürgern steigt, Glaubwürdigkeit der Landesregierung sinkt!

“Die ständigen Kürzungen verärgern und verunsichern die Bürger, weil jede Investitions- und Planungssicherheit fehlt. Aufträge für Neuanlagen bleiben aus, was die mehr als 450 Arbeitsplätze in den heimischen Betrieben trifft. Auch die Umwelt erleidet Schaden. Diese ständigen Förderkürzungen machen das politische Gerede von der Energiewende mit sauberem Strom und von Energieunabhängigkeit unglaubwürdig. Statt Sonntagsreden und teurer Werbekampagnen müssen die schwarz-grüne Landesregierung und der Landtag klare Vorgaben an das Landesunternehmen TIWAG machen”, verlangt Andrea Haselwanter-Schneider.

Photovoltaik Artikel in der Kronen ZeitungZum Nachlesen – so berichten die Medien:

Liste FRITZ legt Fördermodell neu vor

“Wir liefern mit unserem Dringlichkeitsantrag im März-Landtag die inhaltliche Vorgabe, um die Photovoltaik-Förderung neu und gerecht aufzustellen. Dieser Dringlichkeitsantrag ist mit Fachleuten aus der Branche erarbeitet ist und sieht vor, die Einspeiseförderung für Sonnenstrom durch die TIWAG neu zu regeln. Wir sind gespannt, ob die Grünen in der Landesregierung und im Landtag diesmal Haltung beweisen? Nach ihrer Ablehnung einer Landesförderung für Elektro-Autos ist ihr bisher medial verkündetes Ja zur Kürzung der Photovoltaik-Förderung durch die TIWAG ein Offenbarungseid!”, stellt FRITZ-Klubobfrau Andrea Haselwanter-Schneider klar.

Zum Nachlesen:

Bürger brauchen Anreiz, um in Phtovoltiak-Anlagen zu investieren

Photovoltaik Förderung Neu“Das Fördermodell neu fußt auf zwei Säulen: Erstens soll es für bestehende, kleine, private Photovoltaik-Anlagen weiterhin zumindest 9 Cent pro Kilowattstunde von der TIWAG geben. Zweitens soll für Neuanlagen ein gestaffelter Tarif kommen. Dieser stärkt den Eigenverbrauch, schafft Planungssicherheit und dient als Anreiz. Wenn wir mehr sauberen Strom aus der Sonne wollen, müssen wir den Menschen Anreize bieten”, sind die Technowin-Unternehmer Georg Lahartinger und Johann Hlavka aus Wörgl überzeugt.

Das Fördermodell für private Photovoltaik-Anlagen fußt auf zwei Säulen:

1) Investitionssicherheit für Private garantieren & Glaubwürdigkeit für TIWAG und Landespolitik zurückgewinnen

>> Für bestehende bzw. bis 31.12.2015 abgeschlossene Einspeiseverträge gewährt die TIWAG ein garantierten Tarif von zumindest 9 Cent/kWh

2) Politischen Willen zur Energiewende mit sauberem Strom dokumentieren & Wirtschaftsförderung präsentieren

>> Für Einspeiseverträge, die ab dem 01.01.2016 abgeschlossen werden, kommt ein gestaffeltes Tarifmodell zur Anwendung: Die Einspeisung der ersten 1.500 kWh ist mit 12 Cent/kWh, die der nächsten 1.000 kWh mit 6 Cent/kWh und die weiteren Einspeisungen sind zumindest entsprechend dem Ökostrom Tarif zu vergüten. Des Weiteren erhalten die Neukunden eine einmalige Investitionsförderung in der Höhe von 400 Euro.

Auf einen Blick – 153 € Kosten pro Jahr pro Sonnenstromfamilie entstehen für die TIWAG:

Fördermodell neu: Bringt viel, kostet wenig!

“Die Förderkosten für die TIWAG bleiben mit 153 Euro pro Jahr für eine fünfköpfige Sonnenstromfamilie gering. Bei realistischen 700 Neuanlagen macht das 110.000 Euro pro Jahr für die TIWAG an Förderkosten aus. Aber allein durch den Bau von 700 Neuanlagen fließen 1,5 Millionen Euro an Mehrwertsteuereinnahmen. Mit diesem Fördermodell amortisiert sich eine Sonnenstromanlage in rund 13 Jahren, mit der aktuellen TIWAG-Förderung in 23 Jahren”, rechnen Georg Lahartinger und Johann Hlavka von der Firma Technowin in Wörgl vor.

Schwarz-grüne Landesregierung hat Handlungsbedarf: Es geht um Bürger, Wirtschaft und Umwelt in Tirol

Andrea Haselwanter-Schneder mit einer Photovoltaik Anlage“Jene Kunden, die schon in eine Sonnenstromanlage investiert haben, sind verärgert und fühlen sich jetzt gepflanzt. Jene, die sich eine Investition von gut 10.000 Euro für eine neue, kleine Photovoltaik-Anlage überlegen, sind verunsichert. Für die Werbekampagne ´Tirol 2050 energieautonom` macht die schwarz-grüne Landesregierung 650.000 Euro locker, für die Photovoltaik-Förderung sind ihr 110.000 Euro jährlich zu viel. Das ist die falsche Politik! Die Glaubwürdigkeit der Landesregierung, die Verlässlichkeit der TIWAG, die Investitions- und Planungssicherheit für Bürger und Betriebe stehen auf dem Spiel!”, sind sich FRITZ-Landtagsabgeordnete Andrea Haselwanter-Schneider und die Technowin-Unternehmer Georg Lahartinger und Johann Hlavka aus Wörgl einig.

Die Arbeit der Liste Fritz – Bürgerforum Tirol für den Ausbau der Phtotovoltaik (ein jüngerer Auszug):

  • November 2013: Landesunternehmen TIWAG kündigt an, den Einspeisetarif von 15 Cent/kWh auf 9 Cent zu senken
  • 05. Dezember 2013: FRITZ-Dringlichkeitsantrag fordert die Beibehaltung der Einspeiseförderung von 15 Cent/kWh durch das Landesunternehmen TIWAG
  • 23. Jänner 2014: Bericht zum FRITZ-Dringlichkeitsantrag – dieser soll abgelehnt werden!
  • 05. Februar 2014: ÖVP, Grüne (!) und Vorwärts lehnen FRITZ-Dringlichkeitsantrag im Landtag ab
  • 16. April 2014: Schriftliche Anfragebeantwortung von Landesrat Geisler an die Liste Fritz – Bürgerforum Tirol “Sonnenstrom: Wie schaut’s aus in Tirol?”
  • Februar 2015: TIWAG-Schreiben an Tiroler Photovoltaik-Anlagen-Besitzer und -Kunden, mit dem ihnen das Landesunternehmen nahelegt, auf einen Einspeisetarif von derzeit 4,115 Cent/kWh inkl. Ust. “freiwillig” umzusteigen (samt einmaliger Investitionsförderung von bis zu 400 €)
  • 12. März 2015: FRITZ-Dringlichkeitsantrag will Photovoltaik-Förderung für private Anlagenbetreiber in Tirol durch die TIWAG auf neue Beine stellen

Grafik zur Photovoltaik-Förderung