Betreuung im Altersheim

Zum Hintergrund: Mehr als vier Monate lang haben arbeitslose Menschen, die noch einmal einen beruflichen Neustart im weiten Feld der Pflege- und Sozialbetreuungsberufe gewagt haben, diesen Kurs besucht. Alle Personen hat das AMS finanziell gefördert. Von den 34 TeilnehmerInnen aus den Bezirken Landeck, Imst, Kufstein und Kitzbühel haben auch nach erfolgreicher Absolvierung des Kurses noch immer 13 keinen Job.

Reheis stiehlt sich aus Verantwortung

SPÖ Soziallandesrat Gerhard Reheis nimmt sich jetzt aus der Verantwortung, die Bedarfserhebung für den Heimhelferkurs habe das AMS mit dem AZW gemacht, nicht das Land. Beim Land sei bekannt, dass es nur wenige neue Jobs für Heimhelfer gebe. AMS und AZW hätten zu hohe Erwartungen über die Jobaussichten und die Art der Ausbildung geweckt.

Ausreden statt Job

„Die TeilnehmerInnen sind enttäuscht und SPÖ Soziallandesrat Reheis betreibt Kindesweglegung. Seine Ausreden sind absurd, das AZW ist die Schule des Landes und wenn man dort die Bedarfszahlen des Landes nicht kennt, dann läuft einiges falsch. Leidtragende dieses Pfuschs sind die TeilnehmerInnen des Kurses, sie brauchen Unterstützung, aber der Soziallandesrat lässt sie im Regen stehen“, zeigt sich Sozialsprecherin Dr. Andrea Haselwanter-Schneider enttäuscht.

Pfusch auf Rücken der Menschen

Die immer noch arbeitslosen Frauen sind bereit eine nochmalige 13 Monate dauernde Schulung zum Pflegehelfer zu absolvieren. Allerdings streiten Land und AMS darüber wer die Kosten übernimmt.

„Dieser Streit auf dem Rücken der Menschen ist unerträglich. Land Tirol und AMS haben den Pfusch zu verantworten, sie haben ganz offensichtlich am tatsächlichen Bedarf vorbei, Menschen zu einer Ausbildung animiert und ihnen vorgemacht, dadurch wieder einen Job zu bekommen. Soziallandesrat Reheis war heute trotzdem nicht bereit, den betroffenen Menschen die finanzielle Unterstützung des Landes zuzusagen, die sie verdienen“, sagt LA Haselwanter- Schneider.

ZUM NACHLESEN: Das Motto von ÖVP und SPÖ zum Mai-Landtag: Ablehnen, ablehnen, ablehnen!