Rollstuhl

“Pflegegeld neu” ist Werbe-Gag!

Im Rahmen der Fragestunde des Juli-Landtages haben die Abgeordneten über das „Pflegegeld neu“ und die Auswirkungen des Pflegefonds debattiert.

„Es ist ein PR-Gag von ´Pflegegeld neu` zu sprechen, denn wirklich neu wird für die Betroffenen wenig. Es ist notwendig und richtig, dass die Auszahlung des Pflegegeldes künftig vereinheitlicht wird und statt 280 nur mehr 8 Stellen das Pflegegeld auszahlen. Für die rund 30.000 Tirolerinnen und Tiroler, die Pflegegeld bekommen, und für ihre Angehörigen ändert das aber nichts. Laut SPÖ Landesrat Reheis wird auch der Tirol-Anteil von bisher 30,14 Millionen Euro nicht erhöht. Zusätzliches Geld für die Pflege kommt über den Pflegefonds, entscheidend dabei ist, wofür dieses Geld in Tirol eingesetzt und ausgegeben wird“, erklärt Sozialsprecherin LA Andrea Haselwanter-Schneider.

Mehr Unterstützung für Pflegebedürftige und ihre Angehörigen!

Für die Liste Fritz – Bürgerforum Tirol, die auch bei diesem Landtag wieder zwei Anträge zur Unterstützung von Pflegebedürftigen und ihren Angehörigen eingebracht hat, geht es um die konkrete Unterstützung der Betroffenen.

„Wir wissen, dass immer mehr Tiroler älter werden und immer mehr Tiroler zu Hause alt werden wollen. Wir wissen auch, dass es zur Sicherung der Pflege in Tirol weit reichende Reformen, neue Konzepte und einiges an Geld brauchen wird. Die Pflegebedürftigen und die tausenden Menschen, die ihre Verwandten zu Hause aufopfernd pflegen, brauchen konkrete Hilfe jetzt. Sie brauchen mehr Kurzzeitpflegeplätze, mehr Tagesbetreuungseinrichtungen, mehr Angebote für betreutes Wohnen, mehr qualifiziertes und ausreichend entlohntes Personal in den Heimen und sie verdienen die Abschaffung des unsozialen Minutenschlüssels, der Mitarbeiter und zu Pflegende unter ständigen Zeitdruck setzt”, meint LA Haselwanter-Schneider.

ÖVP-SPÖ Landesregierung redet am Problem vorbei!

“Welche konkreten Projekte und Maßnahmen die ÖVP-SPÖ Landesregierung mit dem Geld aus dem Pflegefonds in Tirol unterstützen wird, wollte oder konnte der zuständige SPÖ Landesrat Reheis heute im Landtag aber nicht ausreichend beantworten. Sein Vergleich mit der Pflegesituation in Großbritannien und sein Schluss, dass es in Tirol besser sei als dort, hilft den betroffenen Tirolerinnen und Tirolern und ihren Angehörigen jedenfalls nicht weiter“, stellt Sozialsprecherin LA Andrea Haselwanter-Schneider fest.