Zimmer Krankenhaus Kitzbühel

An der Augenklinik, der Neurochirurgie und an der Orthopädie müssen Wartelisten eingeführt werden, weil dort die Wartezeit für Patienten bis zur Operation länger als vier Wochen beträgt. Sonderbehandlung für Sonderklassepatienten streitet der zuständige ÖVP-Landesrat Tilg ab.

Längere Wartezeiten: Zu wenig ärztliches Personal…

“Natürlich ist die Zwei-Klassen-Medizin auch in Innsbruck schon längst Realität. Und natürlich verlängern sich die Wartezeiten für die Patienten ständig, wenn es einerseits immer weniger ärztliches Personal gibt und stattdessen die Verwaltung immer mehr aufgebläht wird und andererseits viele Ärzte lieber außerhalb operieren als an der Klinik”, stellt LA Fritz Dinkhauser klar.

Das Problem:

…Spitzenleute wandern ab!

“Es gibt hervorragende Ärzte und Mitarbeiter, aber Fakt ist auch, dass die Motivation und das Engagement bei vielen an der Klinik zusehends verloren gehen. Weil in einigen Bereichen Freunderlwirtschaft und Seilschaften regieren, wandern Spitzenleute ab. Die Klinik ist eine soziale Baustelle, beim Personals, bei der Besetzung von Chefposten und bei der Wahrnehmung der Führungspositionen. Die zuständigen ÖVP-Politiker Töchterle, Platter und Tilg handeln nicht, sondern schieben sich gegenseitig die Verantwortung zu”, berichtet Fritz Dinkhauser.

Liste FRITZ & Co: Sonderprüfung des Landesrechnungshofes durchgesetzt!

Die Liste Fritz – Bürgerforum Tirol versucht seit längerem mit parlamentarischen Instrumenten, wie der Beauftragung des Landesrechnungshofes mit einer Sonderprüfung, für klare Zuständigkeiten zu sorgen.

„Die Strukturen, die sich über Jahre eingestellt haben, sind zu überprüfen. Der Landesrechnungshof hat in seiner Sonderprüfung zu klären, ob die jeweiligen Klinikchefs ihre Aufgaben vertragsmäßig wahrnehmen, also entsprechend ihres Dienstvertrages an der Klinik tätig sind. Was wir im Sinne der Patienten nicht akzeptieren können, ist, dass einige ihren Aufgaben – Patientenbetreuung, Forschung und Lehre – nicht ausreichend nachkommen und stattdessen privat irgendwo anders operieren und sich einen lukrativen Nebenjob sichern. Hier muss die Politik ihre Verantwortung wahrnehmen und für Klarheit sorgen!“, erklärt Fritz Dinkhauser.

Zum Nachlesen:

Stillstand in der Gesundheitspolitik!

„Die Landes- und Bundespolitik nimmt ihre Verantwortung für die Führung der Klinik und für die Schaffung von ordentlichen Rahmenbedingungen nicht wahr. Der viel debattierte Zusammenarbeitsvertrag zwischen TILAK und MUI steht noch immer nicht. Nichts außer Ankündigungen, das ist ein Armutszeugnis. Der Tiroler Wissenschaftsminister Töchterle und der Landeshauptleute-Vorsitzende Platter sind verantwortlich, wann nehmen sie das Heft in die Hand? Die Klinik hat als ehemalige Vorzeigeklinik schon viel an Reputation verloren. Patienten sind aufgrund verschiedener Vorfälle, Missstände und Streitereien verunsichert. Die Klinik darf nicht zur Verwaltungsklinik verkommen, sondern muss eine Klinik für die Tiroler Patienten sein“, verlangt Fritz Dinkhauser.