Ein Schüler macht seine Übungen

Landesschulratspräsident: Es geht um mehr als 646.000 €!

“Spät, nicht freiwillig, aber doch, hat sich die Platter-Regierung jetzt durchgerungen, die Aufgaben des amtsführenden Landesschulratspräsidenten und der Bildungslandesrätin von Letzterer in Personalunion ausüben zu lassen. Wir haben das seit Jahren gefordert und unterstützen jetzt auch die Wahl von Landesrätin Palfrader im Landesschulratskollegium. Die Bildungspolitik in Tirol bekommt dadurch eine neue Chance, inhaltlich gibt es viel zu tu”, erklären Klubobfrau LA Andrea Haselwanter-Schneider und Landtagsabgeordneter Andreas Brugger.

Modellregion Zillertal: Bleiben Schüler der zwei Sonderschulen auf der Strecke?

“Mit einer Modellregion Zillertal für die gemeinsame Schule der 10 bis 14 Jährigen ist es nicht getan. In Wahrheit haben ÖVP und Grüne derzeit nur eine gemeinsame Schule light geplant, denn weiterhin werden die Kinder ins Gymnasium nach Schwaz auspendeln können und auch die beiden Sonderschul-Standorte Zell am Ziller sowie Fügen sind nicht in die gemeinsame Schule eingebunden. Hier stehen ÖVP und Grüne in der Pflicht und haben Nachbesserungsbedarf, denn entweder es gibt eine gemeinsame Schule der 10 bis 14 Jährigen, dann muss dies auch für die Kinder mit besonderen Bedürfnissen gelten, oder die Landesregierung täuscht die Bürger nur”, meinen die FRITZ-Abgeordneten Andrea Haselwanter-Schneider und Andreas Brugger.

Amt des Landesschulratspräsidenten hat mehr als 646.000 € gekostet!

Die Liste Fritz – Bürgerforum Tirol hat mittels zweier schriftlicher Anfragen an Landeshauptmann Günther Platter und Bildungslandesrätin Beate Palfrader erheben lassen, welche Kosten den Tiroler Steuerzahlern durch das Amt des Landesschulratspräsidenten seit 2008 erwachsen sind:

  • Zwischen 2008 und 2013 hat der Landesschulratspräsident an Bezügen rund 620.000 € gekostet, dazu kommen noch 40.000 €, die im Jahr 2014 budgetiert sind
  • Zwischen 2008 und 2013 hat der Landesschulratspräsident an Verfügungsmitteln rund 26.000 € gekostet
  • Zwischen 2008 und 2013 hatte der Landesschulratspräsident das Recht auf einen eigenen Dienstwagen samt Springerfahrer, mit dem er etwa im Jahr 2011 insgesamt 1.526 Stunden, also pro Monat 127 Stunden, in etwa pro Tag 4 Stunden unterwegs war.

Zum Nachlesen:

Platter-Regierung hat ÖVP-Amt besetzt, Tiroler Steuerzahler müssen mehr als 646.000 € dafür locker machen!

“Die Entscheidung der Platter-Regierung, nicht auf einen eigenen amtsführenden Landesschulratspräsidenten zu verzichten, hat die Tiroler Steuerzahler in fünfeinhalb Jahren mehr als 646.000 Euro gekostet. Platter und Co. haben bewusst einen Posten im ÖVP-Einflussbereich besetzt, den es inhaltlich gar nicht gebraucht hätte. Dieses Geld wäre anderweitig im Schul- und Sozialbereich viel sinnvoller für Schüler, Lehrer und Eltern sowie für die Tiroler Familien einzusetzen gewesen. Schade für die Tiroler, dass der Sinneswandel bei der Platter-Regierung erst gekommen ist, als schon mehr als 646.000 Euro ausgegeben waren!”, so Andrea Haselwanter-Schneider.

Foto: Dieter Schütz, pixelio.de