Isabella Gruber von der Liste Fritz bei ihrer Angelobung im Landtag

FRITZ-Neolandtagsabgeorndte angelobt!

Am Beginn der Oktober-Landtagssitzung 2014 hat Landtagspräsident Herwig van Staa FRITZ-Neoabgeordnete Isabella Gruber aus Hinterthiersee (Bezirk Kufstein) angelobt. Damit gibt es erstmals in der Geschichte des Tiroler Landtages einen Landtagsklub, der zu 100% aus Frauen besteht. Wovon SPÖ und Grüne nur reden, obwohl sie sich Frauenpolitik gerne auf ihre Fahnen heften, hat der Fritz-Klub im Oktober-Landtag umgesetzt. LA Isabella Gruber vertritt LA Andreas Brugger, der beruflich verhindert ist.

Gleiche Chance in der Schule für alle Kinder!

Inhaltlich hat sich FRITZ-Neolandtagsabgeordnete Isabella Gruber gleich beim ersten Tagesthema einer mündlichen Anfrage zum Stand der Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention in Tirol zu Wort gemeldet.

“Gesetze, die am Papier gelten, sind auch umzusetzen. Die UN-Konvention für Menschen mit Behinderung hat die Republik Österreich schon 2008 ratifiziert, also angenommen. Allerdings steckt die Umsetzung noch in den Kinderschuhen, besonders was denselben Zugang zu Schule und Bildung für Menschen mit und ohne Behinderung betrifft. Unser Nachbarland Italien – damit auch Südtirol – hat die Sonderschulen schon 1977 abgeschafft. Eine gemeinsame Schule für Einheimische und Zugereiste, für Legastheniker und Langsamleser, für Menschen mit und ohne Behinderung ist dort gelebte Praxis!”, erläutert Neolandtagsabgeordnete Isabella Gruber.

Fritz-Landtagsabgeordnete Andrea Haselwanter-Schneider und Isabella Gruber im LandtagGemeinsame Schule für alle Kinder: Erfolgsmodell im Bezirk Reutte

“Auch Tirol hat mit dem Bezirk Reutte ein Vorzeigemodell, dort gibt es aufgrund des Einsatzes von engagierten Eltern wie Heinz Forcher seit dem Schuljahr 1996/97 keine Sonderschule mehr. Das beweist, dass es auch anders geht. Wann dieses Erfolgsmodelle Reutte und Südtirol in ganz Tirol umgesetzt werden und wie die Tiroler Sonderschullehrer dabei eingebunden werden, wollte oder konnte mir Landeshauptmann Platter heute in der Fragestunde nicht beantworten, jedenfalls ist er meiner konkreten Anfrage wortreich ausgewichen!”, stellt Isabella Gruber klar.

In Tirol gibt es derzeit 32 Sonderschulen mit etwa 1.166 Schülerinnen und Schülern.

“Bedauerlicherweise sind die Sonderschulen ein Sammelbecken für Kinder mit Migrationshintergrund. Diese haben eigentlich keinen klar diagnostizierten sonderpädagogischen Förderbedarf, sondern beherrschen einfach oft die Sprache nicht gut und landen so in der Sonderschule. Das hat aber mit einem ehrlichen Inklusionsbestreben nichts zu tun. Diese UN-Behindertenrechtskonvention darf nicht nur ein Papiertiger bleiben, sondern gehört schrittweise aber konsequent umgesetzt”, zeigt Isabella Gruber auf.