2-Euro-Münze im Wasser

Zahlen im Landesbudget 2014 lügen nicht!

“Unterm Strich stellt die schwarz-grüne Landesregierung für den Bereich Kunst und Kultur im kommenden Jahr um rund 538.000 Euro weniger zur Verfügung. Auch im Bereich Kunst und Kultur zeigt sich das Landesbudget 2014 als Fortschreibungsbudget ohne Schwerpunkte, ohne neue Ideen und ohne Kreativität. Statt einer großzügigeren Förderung der freien Kunst- und Kulturszene setzt die schwarz-grüne Landesregierung aufs Abzahlen ihrer Kultur-Monumentalbauten der letzten Jahre. Bergisel-Museum samt Betriebszuschuss, Festspielhaus Erl samt Betriebszuschuss und jetzt noch der Neubau des Sammlungs- und Forschungszentrums, der mittlerweile auch schon mehr als 2,5 Millionen Euro verschlungen hat”, erklären Klubobfrau Andrea Haselwanter-Schneider und Landtagsabgeordneter Andreas Brugger.

Das Kunst- und Kulturbudget 2013 und 2014 im Vergleich

Betriebszuschüsse fressen Kultur-Millionen auf!

“Die größten Ausgabenbrocken im Kunst- und Kulturbudget sind Personalkosten und Betriebszuschüsse für Landestheater und Orchester bzw. für die Landesmuseen-Gesellschaft. Pikant ist auch, dass der anfallende Betriebszuschuss für das Platter-Prestige-Projekt Bergisel-Museum (Tirol Panorama) nicht mehr offen angeführt, sondern in den allgemeinen Aufwendungen für die Landesmuseen-Gesellschaft versteckt wird”, zeigt Andrea Haselwanter-Schneider auf.

Die größten Ausgabeposten im Kunst- und Kulturbudget 2014

Kulturinitiativen kommen zu kurz!

“Was aus unserer Sicht in der Tiroler Kulturpolitik viel zu kurz kommt, sind die unabhängigen und freien Kulturinitiativen. Ihre Forderung nach 5% des Kulturbudgets ist nicht einmal ansatzweise berücksichtigt, zumal die Landesregierung für die Kulturinitiativen rund 1,1 Millionen Euro – und das seit Jahren in derselben Höhe – zur Verfügung stellt. Nur zum Vergleich: Der Landesregierung ist die Arbeit der Tiroler Kulturinitiativen in sechs Jahren ungefähr gleich viel wert wie der betonierte Landhausplatz gekostet hat, nämlich rund 6,5 Millionen Euro”, rechnen Andrea Haselwanter-Schneider und Andreas Brugger vor.

Zum Nachlesen:

Grüne: Keine Unterstützung für Kunst und Kultur

“Interessanterweise scheint es egal zu sein, ob neben der ÖVP in der Landesregierung die SPÖ oder die Grünen sitzen. In der Debatte um das Landesbudget 2013 waren die Grünen noch in Opposition und haben 1,6 Millionen Euro mehr im Kulturbudget für ein Haus des Tanzes, für die Einrichtung einer Artothek und für einen eigenen Kultusfonds verlangt. Jetzt sitzen sie in der Landesregierung und für das Landesbudget 2014 ist von all diesen Vorhaben und einer Aufstockung um 1,6 Millionen Euro nichts übrig geblieben!”, stellt Andrea Haselwanter-Schneider klar.

Andrea Haselwanter-Schneider und Andreas Brugger von der Liste FritzKeine Transparenz im Umgang mit Kulturförderungen!

“Es ist richtig, wenn die Tiroler Musikkapellen Förderungen aus der Tasche der Steuerzahler bekommen. Es ist aber falsch, wenn die Landesregierung diese Förderungen völlig intransparent vergibt. Als wären sie ein Geschenk des Landeshauptmannes Platter, der gleichzeitig der Präsident des Tiroler Blasmusikverbandes ist. So setzen Platter und Co. die Fördergelder im Voranschlag zum Landesbudget jedes Jahr niedrig an und gewähren dann im Laufe des Jahres zahlreiche Sonderzuwendungen. So war im Voranschlag 2012 für die Musikkapellen beispielsweise ein Betrag von 240.000 Euro veranschlagt, laut Rechnungsabschluss hat die Landesregierung dann 915.000 Euro zur Verfügung gestellt. Im Voranschlag für 2014 sind rund 650.000 Euro veranschlagt und es dürfte wohl auch im nächsten Jahr noch einiges dazu geben!”, setzen sich Andrea Haselwanter-Schneider und Andreas Brugger für einen transparenten Umgang mit öffentlichen Fördergeldern ein.