Geldhaus

„Die Wohnungsnot ist dramatisch, Innsbruck ist die teuerste Landeshauptstadt, Tirol das teuerste Bundesland zum Wohnen. Egal ob jemand Miete zahlt, Eigentum oder Bauland kaufen will. Wohnen leistbarer zu machen ist das oberste Gebot”, erklärt LA Fritz Dinkhauser.

Bauland für 102.000 Einfamilienhäuser!

“In Tirol sind 51 Millionen Quadratmeter Bauland gewidmet, aber nicht verbaut. Darauf hätten 102.000 Einfamilienhäuser mit 500 Quadratmeter Baufläche Platz. ÖVP Landeshauptmann Platter hat in seiner Regierungserklärung unter dem Titel ´Leistbares Wohnen` die Baulandmobilisierung zu einem ´Schwerpunkt dieser Regierung` erklärt. Dieses Ziel und überhaupt Wohnen in Tirol leistbarer zu machen, werden Platter, Gschwentner und Co. mit dem neuen Raumordnungsgesetz klar verfehlen“, stellen LA Fritz Dinkhauser und LA Andreas Brugger klar.

Ausgewählte Fakten zum Wohnen in Tirol:

  • Fläche Tirol 12.640 km² = 12.640.000.000 m²
  • Dauersiedlungsraum 1.503 km² = 1.503.000.000 m²
  • gewidmetes, aber unbebautes Bauland 5.100 Hektar = 51.000.000 Millionen m²

→ Platz für 102.000 Einfamilienhäuser (bei 500 m² Baufläche)

→ Zum Vergleich: Die Fläche von Manhatten/New York beträgt 5.950 Hektar

Instrument vorgezogener Erschließungskostenbeitarg wird zahnlos bleiben!

Für die Liste Fritz – Bürgerforum Tirol ist der im neuen Raumordnungsgesetz vorgesehene, vorgezogene Erschließungskostenbeitrag grundsätzlich in Ordnung, weil er den Gemeinden Vorleistungen für die Erschließung von Grundstücken abgelten kann.

„Allerdings wälzt die Landesregierung die Entscheidung für die Einführung dieses Erschließungskostenbeitrages an die Gemeinden ab, diese können den Beitrag ab 2014 einfordern. Für einen 500 Quadratmeter Bauplatz in Götzens würde das rund 3.300 Euro ausmachen, zahlbar in fünf Jahresraten von 660 Euro. Deswegen wird niemand ein Baugrundstück früher verkaufen, das gut und gerne 250.000 Euro wert ist. Es wird sich Null bewegen, Wohnen wird Null billiger, den Bürger machen ÖVP und SPÖ falsche Hoffnungen“, sagt LA Dinkhauser.

Weitere Kritikpunkte der Liste Fritz – Bürgerforum Tirol am neuen Raumordnungsgesetz:

  • Über Raumordnungsprogramme hebelt die Landesregierung den Landtag und die Behörden aus
  • Das Mittel der Vertragsraumordnung wird forciert, obwohl er rechtlich unzulässig ist
  • Unverständliche Ausnahmen für Bauern bei Ökoflächen, Erholungsräumen und Einrichtungen des Gemeinbedarf sind vorgesehen
  • Ein Neuwidmungsstopp bei Baulandüberhang durch Festlegung eines Höchstausmaßes der Umwidmungsflächen soll kommen

Ideen der Liste FRITZ für leistbares Wohnen!

„Unser oberstes Ziel ist Wohnen leistbarer zu machen, dazu haben wir der Landesregierung eine Fülle an Ideen zukommen lassen. Etwa die strategische Erhebung von Angebot und Nachfrage über eine Wohnlandkarte, die jeder im Internet einsehen kann. Gemeinden sollen Freiland kaufen können, um für den sozialen Wohnbau Flächen zu haben. Mehr Tempo bei der Übertragung der Grundstücke der Gemeindeguts-Agrargemeinschaften an die Gemeinden und die Einhebung der Grundsteuer B auf gewidmetes Bauland für alle“, zählen LA Dinkhauser und LA Brugger einige Ideen auf.