Ex-SPÖ-Landesrat Hannes Gschwentner

Die Bestellung von Ex-SPÖ-Landesrat Gschwentner zum Direktor der Neuen Heimat nach einem Kurz-Hearing ist ein weiteres Musterbeispiel für die ÖVP-SPÖ Günstlingspolitik.

Versorgungsposten als Dankeschön?

„Das ist reiner Postenschacher und der Lohn für sein Wohlverhalten und das Wohlverhalten der SPÖ gegenüber der ÖVP. Es ist der Lohn dafür, dass die Gschwentner-SPÖ den Arbeitnehmern in Tirol wiederholt in den Rücken gefallen ist. Gschwentner hat zusammen mit der ÖVP zahlreiche Sozialinitiativen im Landtag niedergestimmt, etwa gegen einen Sondertarif auf Strom und Gas für kinderreiche Familien, Alleinerziehende, Wenigverdiener und Mindestpensionisten. Sie sollten zumindest denselben günstigen Strom- und Gaspreis wie Großunternehmen erhalten. Über die Landesgesellschaften TIWAG und TIGAS wäre diese soziale Unterstützungsmaßnahme leicht machbar. Gschwentner und die SPÖ haben mit der ÖVP auch die Initiative, in allen Landesgesellschaften Betriebsräte zu installieren, niedergestimmt. Und als Abschiedsgeschenk an die ÖVP hat Gschwentner noch in letzter Minute die Genehmigung für die Piz Val Gronda Erschließung erteilt“, zeigt LA Fritz Dinkhauser auf.

Leistbares Wohnen gescheitert

Für die Liste Fritz – Bürgerforum Tirol ist Gschwentner aber vor allem mit seiner Wohnungspolitik gescheitert.

„Wo hat Gschwentner das Wohnen günstiger gemacht? Eine Mindestpensionisten mit 770 Euro und etwas mehr als 100 Euro Wohnbeihilfe bezahlt heute in einer Sozialwohnung der Neuen Heimat rund 500 Euro Miete. Wenn sie 300 Euro im Monat, das sind 10 Euro am Tag, fürs Leben braucht, bleibt ihr so gut wie nichts mehr übrig. Das Beispiel dieser Frau und es ist leider kein Einzelfall beweist, Gschwentner hat das Wohnen in seiner Ära nicht günstiger gemacht. Wieso soll er jetzt als Direktor der Neuen Heimat zusammenbringen, was er als Landesrat nicht zu Wege gebracht hat?“, stellt Fritz Dinkhauser fest.

Teure Direktoren statt billiges Wohnen

Die Liste Fritz – Bürgerforum Tirol lehnt eine teure Doppelspitze in der Neuen Heimat ab.

„Wer außer den betroffenen Mietern wird die monatlich mehr als 10.000 Euro pro Direktor bezahlen? Auf Kosten der Mieter bestellt ein Unternehmen der öffentlichen Hand mit 55 Mitarbeitern zwei hochbezahlte Direktoren. Das nur, damit ÖVP und SPÖ je einen Posten bekommen. Gegen diese Pfründewirtschaft kämpfen wir an! Der Vorsitzende des Aufsichtsrates, ÖVP-Abgeordneter Wolf, soll doch die Bürger nicht für dumm verkaufen und ein High-Speed-Hearing von ein paar Stunden mit vier Bewerbern als umfangreiches Auswahlverfahren schönreden. Wieder haben ÖVP und SPÖ nicht  mit offenen Karten gespielt und die Öffentlichkeit sowie den Landtag belogen, weil sie schon lange gewusst haben, dass Gschwentner diesen Posten bekommen soll. Die Bürger wollen diese Politik nicht und sie ist mit ein Grund, warum die Bürger zu den Politikern kein Vertrauen mehr haben. Mit diesem Postenschacher wird wieder ein Stück Glaubwürdigkeit verspielt“, erklärt Fritz Dinkhauser.

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