Arbeit

„Die demografische Entwicklung im Land – immer mehr Ältere, immer weniger Jugendliche – zeigt, dass ältere Arbeitnehmer für die heimischen Betriebe wichtig sind und künftig noch wichtiger werden. Eine der zentralen Aufgaben ist es daher, ältere Arbeitnehmer in den Betrieben zu halten, sie zu motivieren und ihnen neue Perspektiven zu geben. Zu den älteren Arbeitnehmern zählen heute schon Menschen mit 40 Jahren, weil sie sich – aus unterschiedlichen Gründen – in diesem Alter oft nicht mehr weiterbilden. Ältere Arbeitnehmer sind Tirols Bergkristall, wertvoll und unersetzlich!“, erklärt LA Fritz Dinkhauser.

Besonders Betroffen: Ältere Arbeitnehmer in kleinen Betrieben!

  • Das bestätigen Zahlen der Statistik Austria, wonach die Bildung im Betrieb mit zunehmendem Alter abnimmt: So liegt etwa die Teilnahmequote von über 55 Jährigen an Weiterbildungskursen mit 21% in Österreich unter dem EU-Durchschnitt von 24%, im produzierenden Bereich mit nur 16% weit unter dem europäischen Durchschnitt.
  • Viele Klein- und Mittelbetriebe können sich Weiterbildung für ihre Mitarbeiter nicht leisten. Je kleiner der Betrieb, umso niedriger ist der Anteil älterer Arbeitnehmer an Weiterbildungskursen: Laut Statistik Austria nehmen nur 7% ältere Arbeitnehmer in Betrieben mit 10 bis 49 Beschäftigten an Weiterbildungskursen teil, aber 36% in Betrieben mit mehr als 250 Beschäftigten.

Liste FRITZ setzt Initiative für ältere Arbeitnehmer! ÖVP-SPÖ lehnen Antrag ab!

„ÖVP und SPÖ haben den Antrag abgelehnt und wieder eine Chance verpasst! Ein konkreter Plan für ältere Arbeitnehmer ist notwendig. Die Wirtschaftsregion Tirol braucht ein gezieltes Vorgehen bei Schulungsmaßnahmen, Weiterbildung und der Schaffung neuer Perspektiven. Welche Spezialisten brauchen wir, welche fehlen uns, wie können wir die, die wir haben, weiterhin an den Betrieb binden. Gerade ältere Arbeitnehmer müssen animiert werden, länger zu bleiben, nicht den frühestmöglichen Zeitpunkt zum Gehen zu suchen. Ein Schlüssel dazu ist, älterer Arbeitnehmer aufzuwerten, etwa indem man sie an neuen Maschinen schult, ihnen neue Aufgaben und dadurch neue Perspektiven gibt. Ältere Arbeitnehmer müssen ein wichtiger Teil des Betriebes und kein lästiger Kostenfaktor sein“, meint LA Fritz Dinkhauser.

Beschäftigungspakt Tirol reicht allein nicht aus!

„Wenn, wie im Landtag von ÖVP und SPÖ argumentiert, der Beschäftigungspakt Tirol das Problem lösen könnte, dann würden wir nicht verzweifelt im Land und Bund Facharbeiter suchen und über zu viele Frühpensionisten klagen. Als Initiator der Arbeitsmarktgesellschaft begrüße ich die Arbeit des Beschäftigungspaktes, aber wir müssen noch mehr in diesem Bereich tun und nicht alle Aufgaben auf den Beschäftigungspakt abwälzen. Egal, mit welchen Betrieben wir sprechen, überall hören wir dieselben Klagen. Wir haben bei den technischen Berufen einen großen Mangel, wir haben im Pflegegebereich einen großen Mangel und wir brauchen mehr Spezialisten. Eine Strategie dagegen ist ein Gebot der Stunde“, stellt LA Dinkhauser fest.