Geldbündel

„Mit dem Bierstindl lässt die ÖVP-SPÖ Landesregierung ein Tiroler Kleinod der Kultur auf Nimmerwiedersehen sterben. Wenn dagegen beim Berg Isel Museum, dem Lieblingsprojekt der ÖVP-SPÖ Landesregierung, die Kosten explodieren, wird eine Million nach der anderen nachgelegt”, stellt LA Fritz Dinkhauser klar.

Bergisel Museum: Kosten von 7 auf 26 Millionen € explodiert!

“War im Jahr 2006 vom damaligen Landeshauptmann van Staa noch von Kosten von 7 Millionen für das Prestige-Projekt am Berg Isel die Rede, so sind die veranschlagten Kosten zwischenzeitlich auf 20 Millionen und zuletzt auf 26 Millionen Euro explodiert. Zudem gibt die Landesregierung jetzt schon zu, dass die Tiroler Steuerzahler jährlich rund 700.000 Euro für den laufenden Betrieb zuschießen müssen. Mit einem Bruchteil dieser Gelder hätte die Landesregierung das Bierstindl am Leben erhalten können. ÖVP und mit ihr wieder einmal die SPÖ haben sich aber für das Mega-Museum am Berg Isel und gegen kritische Kulturinitiativen im Bierstindl entschieden“, erklärt LA Fritz Dinkhauser.

Berg Isel Museum verschlingt Geld der Kulturvereine!

Für die Liste Fritz – Bürgerforum Tirol zeigt der Bau des Berg Isel Museums mit seinen explodierenden Kosten schon jetzt jene Folgen, die viele Kulturvereine in den nächsten Monaten und Jahren treffen dürften.

„Natürlich ist das Kulturbudget des Landes kein Goldsack, der sich von selber füllt. Aber jedes Prestige-Projekt, das laufend den veranschlagten Kostenrahmen sprengt, nimmt anderen Kulturinitiativen das Geld für ihre Arbeit weg. Gerade beim Geld für die Kultur zeigt sich, welche Seilschaften die Regierenden pflegen. Denn genau dafür machen sie dann auch das Geld der Steuerzahler locker, im einen Fall immer mehr und scheinbar ohne Problem, im anderen Fall eben schwer oder gar nicht mehr. Es ist bedauerlich, wenn es politisch gewollt ist, dass eine Institution wie das Bierstindl, die vielen verschiedenen Kulturvereinen Platz geboten hat, sang- und klanglos untergeht“, sagt LA Fritz Dinkhauser.

Seilschaften auch in der Kulturszene!

„Diese Politik der Denkmäler und befreundeten Kultur-Seilschaften ist falsch. Es stirbt mehr als nur das Bierstindl, es stirbt die Hoffnung, dass die Kleinen auch etwas gelten. Kleinkunst, Volkskunst muss nicht nur Platz haben, sondern auch Geld bekommen. Für alles ist Geld da, die Politik entscheidet aber, wofür sie es ausgeben will. Wie man sieht lieber für große Denkmäler, anstatt für Kunst aus den Menschen heraus. Kunst und Kultur sind immer Risikounternehmen, meistens materielle Verlustgeschäfte, aber menschliche Gewinngeschäfte. Neuerlich hat sich bewiesen, wo die Kleinen sich nicht wehren, wird mit einem Federstrich drübergefahren“, sagt LA Dinkhauser.