Lebenshilfe Tirol

Neue Details aus dem Rohbericht des Landesrechnungshofes zur Sonderprüfung der Lebenshilfe Tirol zeichnen immer deutlicher das Bild einer unverschämten und unverfrorenen Führungsclique, die mit den Steuergeldern der Tiroler sorglos umgegangen ist und zum eigenen Vorteil gehandelt hat.

Von der Opposition durchgesetzt:

Der Bericht des Landesrechnungshofes:

Führungsclique hat Lebenshilfe zum Selbstbedienungsladen gemacht!

„Die Führungsclique der Lebenshilfe Tirol hat sich offenbar ein System eingerichtet, in dem In-Sich-Geschäfte, Direktvergaben ohne Ausschreibungen, Freunderlaufträge, üppige Managergehälter samt Luxus-Dienstautos etc. zum Alltagsgeschäft gehört haben. All das mit Millionen an öffentlichen Geldern, die das Land Tirol an die Lebenshilfe ausgeschüttet hat. Im Jahr 2009 waren es rund 44 Millionen Euro. Diese Gelder waren aber für die Versorgung und Betreuung von Menschen mit Behinderung gedacht, für die engagierten Mitarbeiter an der Basis und nicht für eine großmannssüchtige Führungsclique!“, stellt Klubobmann LA Bernhard Ernst zu den neuen Enthüllungen aus dem Rohbericht des Landesrechnungshofes fest.

Medienbericht: “Harsche Kritik an In-Sich-Geschäften”, Tiroler Tageszeitung, 22.02.12

ÖVP-Achse hat Sondervertrag für Lebenshilfe eingefädelt!

Für die Liste Fritz – Bürgerforum Tirol hat dieser Lebenshilfe-Sumpf seine Grundlage im Abschluss eines Sondervertrages (Partnerschaftsvertrages) zwischen Land Tirol in der Person von ÖVP-Landeshauptmann van Staa und Lebenshilfe Tirol in der Person von Präsident Zobl.

„Die ÖVP-Achse van Staa und Zobl hat den Sondervertrag eingefädelt, der die Lebenshilfe gegenüber anderen Sozialvereinen in Tirol klar bevorzugt hat. Neben der wirtschaftlichen Bevorzugung der Lebenshilfe kommt noch die politische Bevorzugung dazu. Sowohl ÖVP Landeshauptmann van Staa, wie auch sein Nachfolger Platter haben bis zuletzt ihre schützende Hand über das System Lebenshilfe gehalten”, so LA Bernhard Ernst.

Zum Nachschauen auf fritztv:

“Hilfe für die Lebenshilfe”

“Mit Lebenshilfe saniert man keine Manager”

Kontrolle hat nicht stattgefunden – warum?

“Aus Sicht der Menschen mit Behinderung, ihrer Eltern und Verwandten und der vielen engagierten Mitarbeiter der Lebenshilfe ist es eine Schande, dass das System Lebenshilfe Tirol wegen der vielfältigen persönlichen und wirtschaftlichen Verflechtungen mit der ÖVP Tirol nicht in Frage gestellt worden ist. Es ist auch eine Schande, dass offenbar die Kontrolle durch die auszahlenden Stellen des Landes und die politische Kontrolle durch die zuständigen SPÖ-Soziallandesräte Gschwentner und Reheis nicht gegeben war. Die Frage stellt sich, ob sie nur uninteressiert waren oder ob sie – aus politischem Kalkül – die Machenschaften ihres Koalitionspartners nicht kontrollieren wollten!“, erklärt Klubobmann LA Bernhard Ernst.

Hintergrund & Wissen: