Bernhard Ernst vor einem Rettungsauto

Die Bietergemeinschaft bekommt laut Landtagsbeschluss zusätzlich 6,4 Millionen € nachträglich und ab kommenden Jahr jährlich 4,8 Millionen € indexgebunden mehr für die Erledigung des Rettungswesens.

Mehr Geld für Rettungsgesellschaft!

“Wir haben diesen enorm riskanten Beschluss zum Schutz der Rettungsmitarbeiter und Freiwilligen mitgetragen, weil sie sonst im Falle einer Insolvenz der Rettungsgesellschaft haften würden. Es war aber eine Entscheidung zwischen Pest und Cholera, weil das Land so der Klage des dänischen Konzern Falck die Rutsche legt. ÖVP-Landesrat Tilg gibt keine konkrete Auskunft, wofür diese 6,4 Millionen gebraucht werden. Der von ihm ins Treffen geführte erweiterte Leistungsumfang, etwa binnen 15 Minuten am Unglücksort zu sein, dürfte wackeln, weil laut Landesrettungsarzt Schinnerl dies jetzt schon in 87 % der Fälle erreicht ist”, berichtet Klubobmann LA Bernhard Ernst.

ÖVP-Rettungspolitik kennt nur Verlierer!

“Die Politik von Tilg und der ÖVP, von der unnotwendigen EU-weiten Ausschreibung des Tiroler Rettungswesens über den Zuschlag zu einem unrealistischen, politischen Preis bis hin zu den nun spürbaren Folgen kennt nur Verlierer. Verlierer Nummer 1 sind die Patienten, für die sich die Versorgung verschlechtert hat. Verlierer Nummer 2 sind die Mitarbeiter und Freiwilligen, die verunsichert sind und das Vertrauen in die Regierungspolitik verloren haben, und Verlierer Nummer 3 sind alle Tiroler Steuerzahler, denen Tilg und die ÖVP in die Tasche greifen, um ein Rettungswesen wiederherzustellen, das vorher gut funktioniert hat und das sie zerschlagen haben”, stellt Bernhard Ernst fest.

ÖVP-Politik macht Rettungswesen teurer und schlechter statt billiger und besser!

“ÖVP-Landesrat Tilg muss zugeben, dass das Rettungswesen vor seinem Eingreifen für Land, Gemeinden und Krankenkassen jährlich rund 22 Millionen Euro an Kosten ausgemacht hat. Jetzt aber bezahlen die Steuerzahler rund 33 Millionen jährlich, dazu kommen noch rund 11 Millionen Steuergelder von den Krankenkassen. Dafür warten die Patienten heute länger auf einen Krankentransport, wie eine Studie im Auftrag Tilgs beweist“, erläutert Bernhard Ernst

FRITZ-Vorschlag: Drei-Punkte-Programm zur Lösung

“Wir schlagen ein Drei-Punkte-Paket zur Lösung dieses größten ÖVP-Debakels vor. Erstens eine klare gesetzliche Regelung, dass heimische Organisationen das Rettungswesen in Tirol erbringen sollen. Zweitens eine unabhängige, externe Kostenevaluierung der Rettung und dann eine Festlegung, was die öffentliche Hand zahlen soll. Und drittens sind die sozialen Dienste abzusichern. Es ist klarzustellen, wer welche Leistung erbringt und wer welche Leistung zahlt. Die Tiroler Bürger können bei der Wahl entscheiden, ob sie derartigen politischen Zerstörern, wie Platter, Tilg und Co. weiterhin das Vertrauen schenken oder nicht”, führt Bernhard Ernst aus.