Hubschrauber Rettung

Bei Hubschrauber-Rettungsflügen müssen Patienten zwischen 3.800 €, 7.000 € und bis zu 12.000 € selber zahlen oder sie müssen gar nichts zahlen, keinen Cent! Diesen eklatanten Unterschied macht aus, von welchem Rettungshubschrauber ein Patient geflogen wird. Laut ÖVP-Landesrat Tilg sollen jetzt „internistische Notfälle“ gratis geflogen werden, für Sport- und alpine Freizeitunfälle wird aber weiterhin eine Rechnung ins Haus flattern.

ÖVP: Weiter zahlen für Sport- und Freizeitunfälle!

“Diese Regelung ist ein Flickwerk und schafft Unsicherheit für die Bürger. Wann ist der Rettungsflug medizinisch notwendig? Was ist etwa bei einem Herzinfarkt auf einer Skitour? Ist das dann ein Sportunfall, wo für den Rettungsflug weiter zu bezahlen ist, oder ein internistischer Notfall, wo der Rettungsflug gratis ist?”, eläutert Klubobmann LA Bernhard Ernst die praktische Schwierigkeit dieser weltfremden Regelung.

Zum Nachlesen & Nachschauen: ÖVP-Landesrat Tilgs Baustelle Flugrettung – TT, ORF Tirol, ZIB 2

Land Südtirol übernimmt alle Kosten für Einheimische!

“Es braucht eine verbindliche Regelung und die kann nur lauten, dass das Land Tirol alle Rettungsflüge bezahlt und sich dann an den Versicherungen der Betroffenen schadlos hält. Auch in Südtirol ist die Sachlage so, dass das Land bei den Einheimischen die Kosten für jeden Rettungsflug übernimmt, egal ob Sport-, Freizeitunfall oder Notfall. Damit die Kosten für das Land Tirol nicht überhand nehmen, sollen etwa Gäste und Nicht-Tiroler – so wie auch in Südtirol gehandhabt – die vollen Kosten bezahlen”, erklärt Klubobmann Bernhard Ernst.

Liste FRITZ: Sichere und verbindliche Regelung für Tiroler Bürger!

“Eine rechtlich verbindliche Regelung ist notwendig, damit die Bürger im Fall der Fälle Rechtssicherheit haben. Ein Vertrag zwischen Land Tirol und Hubschrauber-Unternehmen ist nett, aber für die Bürger unverbindlich. Es ist Tatsache, dass trotz der von ÖVP-Landesrat Tilg verkündeten Regelung, einige Tiroler Patienten Rechnungen sowie Mahnungen bekommen haben und ihnen – bei Nichtbezahlung – sogar mit einem Inkassobüro gedroht wurde”, zeigt sich Bernhard Ernst unzufrieden.

ÖVP verweigert im Landtag Debatte über rechtliche Absicherung!

“Politisch unverständlich und unverantwortlich ist, dass der zuständige ÖVP-Landesrat zuerst monatelang gar nichts unternimmt und sich vom Bundesrechnungshof eine saftige Schelte einfängt und dann ein derartiges Flickwerk vorlegt. Es passt ins Bild, dass sich die ÖVP im Landtag weigert, über eine rechtliche Absicherung auch nur zu debattieren. Unseren Dringlichkeitsantrag hat die ÖVP ersatzlos abgelehnt”, berichtet Bernhard Ernst.

Im Wortlaut: Dringlichkeitsantrag “Stopp für Notarzthubschrauber-Rechnungen an Unfallopfer!”

ÖVP-Landesrat Tilg provoziert noch mehr kostenintensive Flugrettungs-Einsätze!

“Die völlig verkehrte Politik im Rettungsbereich verantwortet ÖVP-Landesrat Tilg. Einerseits zwingt er die Rettungsdienst-Gesellschaft am Boden zu Einsparungen, etwa über die Stilllegung von Rettungseinsatzfahrzeugen, und andererseits provoziert er genau dadurch noch mehr kostenintensive Flugrettungs-Einsätze. Die Zeche dafür lässt er die Bürger zahlen!”, stellt Bernhard Ernst fest.

Hintergrund & Wissen: Stopp für Unfallopfer-Rechnungen bei Notarzthubschraubern – Land muss Kosten tragen!